Bei Speicheldrüsenkrebs: Operation und Strahlentherapie von Vorteil

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Eine Operation mit anschließender Strahlentherapie bringt bei Speicheldrüsenkrebs gegenüber der alleinigen Strahlentherapie langfristige Überlebensvorteile.

Bei Speicheldrüsenkrebs lohnt es sich offenbar, eine kombinierte Therapie aus Operation und unterstützender, sogenannter adjuvanter Strahlentherapie anzuwenden. Gegenüber der alleinigen Strahlentherapie verbessern sich dadurch die Überlebenschancen, wie Wissenschaftler kürzlich in der Fachzeitschrift Acta Oncologica berichteten.

In einer Studie waren die Daten von 291 Patienten ausgewertet worden, die sich zwischen 1964 und 2012 wegen Speicheldrüsenkrebs einer alleinigen Strahlentherapie oder einer Operation und Strahlentherapie unterzogen. 15 Jahre nach der Diagnose waren insgesamt noch 38 Prozent der Patienten am Leben - 46 Prozent der Patienten waren an den Folgen der Krebserkrankung verstorben, die übrigen 16 Prozent wegen anderer Ursachen. Die kombinierte Therapie aus Operation und adjuvanter Strahlentherapie wirkte sich positiv auf die lokale Kontrolle der Krankheit aus, ebenso auf das krebsspezifische Überleben und das Gesamtüberleben. Andere Einflussfaktoren waren zum Beispiel das Stadium und der Ausbreitungsgrad des Tumors bei der Diagnose. 

Die Kombination aus Operation und adjuvanter Strahlentherapie verschaffe Patienten mit Speicheldrüsenkrebs gegenüber der alleinigen Strahlentherapie offenbar eindeutig Überlebensvorteile.

 

Quelle:

Holtzmann, A. et al.: Outcomes after primary or adjuvant radiotherapy for salivary gland carcinoma. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 16. November 2016, http://dx.doi.org/10.1080/0284186X.2016.1253863

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35