Bei medullärem Schilddrüsenkrebs zielgerichtet behandeln

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Die Therapie mit einem Tyrosinkinasehemmer kann sich, wenn Symptome auftreten und der Tumor voranschreitet, lohnen.

Wenn medullärer Schilddrüsenkrebs weiter voranschreitet und Symptome verursacht, kann eine zielgerichtete Therapie mit einem Tyrosinkinasehemmer Vorteile bringen. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology.

An der Studie hatten insgesamt 331 Patienten mit nicht-operablem, lokal fortgeschrittenem medullärem Schilddrüsenkrebs teilgenommen. 184 von ihnen wiesen Symptome auf, und die Krankheit schritt weiter voran. Wenn diese Patienten mit einem Tyrosinkinasehemmer behandelt wurden, konnte die Krankheit in vielen Fällen vorübergehend gestoppt werden – das Überleben, ohne dass der Tumor weiter voranschritt, verbesserte sich. Auch war die Ansprechrate höher als bei der Therapie mit einem Scheinmedikament (Placebo), die Zeit, bis sich die Schmerzen verschlimmerten, verlängerte sich.

In der Studie habe sich gezeigt, dass Patienten mit voranschreitendem bzw. Symptome verursachendem, nicht-operablem medullärem Schilddrüsenkarzinom von einer zielgerichteten Therapie mit einem Tyrosinkinasehemmer profitieren könnten, so die Zusammenfassung der Studienautoren.

 

Quelle:

Kreissl MC et al. Efficacy and Safety of Vandetanib in Progressive and Symptomatic Medullary Thyroid Cancer: Post Hoc Analysis From the ZETA Trial. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 25. Juni 2020, https://doi.org/10.1200/JCO.19.02790

 

(KvK)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

Zurück

Zuletzt aufgerufen am: 22.10.2020 16:24