Bei Magenkrebs Chemotherapie während der Operation

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Sie verbessert die Operationsergebnisse und die Prognose.

Bei Patienten mit fortgeschrittenem Magenkrebs reicht die Operation in der Regel nicht mehr aus, um Heilung zu bringen – der Tumor schreitet dann oft weiter voran und es kommt zum Rückfall. Deshalb wird in diesen Fällen eine zusätzliche Chemotherapie rund um die Operation empfohlen. Sie kann die Operationsergebnisse und die Prognose verbessern, wie sich in einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer Medicine erneut bestätigte.

An der Studie beteiligten sich 749 Patienten mit fortgeschrittenem Magenkrebs. Sie erhielten unterstützend nach (adjuvant) oder während (perioperativ) der Operation eine Chemotherapie. Die adjuvante Chemotherapie wurde mit S-1 und Oxaliplatin durchgeführt (Therapiearm A), die perioperative Chemotherapie mit entweder S-1 und Oxaliplatin (Arm B) oder mit Capecitabin und Oxaliplatin (Arm C). 

Durch die perioperative Chemotherapie mit S-1 und Oxaliplatin konnten die Ergebnisse der Operation verbessert werden: Bei einer größeren Anzahl von Patienten konnte der Tumor anschließend vollständig entfernt werden, ohne dass noch nachweisbare Tumorreste gefunden wurden. In diesem Punkt ergab sich ein signifikanter Unterschied zum Therapiearm A, in dem die Chemotherapie erst nach der Operation durchgeführt worden war. Dadurch verbesserte sich auch die Prognose der Patienten.

Gegenüber der bereits bewährten Chemotherapiekombination mit Capecitabin und Oxaliplatin zeigte sich die Kombination S-1 und Oxaliplatin als nicht-unterlegen. Damit, so die Studienautoren, konnte die gute Wirksamkeit von S-1 und Oxaliplatin in der perioperativen Chemotherapie bei fortgeschrittenem Magenkrebs nachgewiesen werden.

 

Quelle:

Zhao Q et al. The efficacy and safety of neoadjuvant chemotherapy on patients with advanced gastric cancer: A multicenter randomized clinical trial. Cancer Medicine, Onlinevorabveröffentlichung am 24. Juni 2020, DOI: 10.1002/cam4.3224

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 22.10.2020 16:24