Bei Leberkrebs zielgerichtet behandeln

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Dies kann, wenn schon mehrere Therapien keinen ausreichenden Erfolg brachten, Überlebensvorteile bringen.

Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs, die schon mehrere Behandlungen hinter sich haben, können unter Umständen von einer Therapie mit einem Blocker des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktorrezeptors VEGFR profitieren. Das zeigen die Ergebnisse einer Phase III-Studie aus China, die in der Fachzeitschrift Lancet Gastroenterology & Hepatology veröffentlicht wurden.

An der Studie nahmen 400 Patienten ab 18 Jahren teil, die an fortgeschrittenem Leberkrebs erkrankt waren und mindestens eine Chemotherapie oder zielgerichtete Therapie hinter sich hatten. Sie wurden nun, nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, mit einem VEGFR-Blocker oder einem Scheinmedikament (Placebo) behandelt.

Die Therapie mit dem VEGFR-Blocker zahlte sich offenbar aus: Das Gesamtüberleben war in dieser Gruppe höher als in der Placebogruppe. Die häufigsten Nebenwirkungen der VEGFR-Blockertherapie waren Bluthochdruck, das Hand-Fuß-Syndrom und eine Verringerung der Blutplättchen.

Die Therapie mit einem VEGFR-Blocker habe sich in dieser Studie bei bereits vorbehandelten Patienten mit voranschreitendem Leberkrebs im Vergleich zu Placebo bewährt, so die Schlussfolgerung der Studienautoren.

 

Quelle:

Qin S et al. Apatinib as second-line or later therapy in patients with advanced hepatocellular carcinoma (AHELP): a multicentre, double-blind, randomised, placebo-controlled, phase 3 trial. Lancet Gastroenterology & Hepatology, Onlinevorabveröffentlichung am 7. Mai 2021, DOI:https://doi.org/10.1016/S2468-1253(21)00109-6

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 16.09.2021 13:10