Bei Jüngeren mehr Krebserkrankungen wegen Fettleibigkeit

Unter jüngeren Menschen nehmen Krebsfälle, die mit Fettleibigkeit in Verbindung stehen, zu.

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass starkes Übergewicht bzw. Fettleibigkeit (Adipositas) ein Risikofaktor für diverse Krebserkrankungen ist. Offenbar, so zeigt es eine Studie in der Fachzeitschrift JAMA Network Open, gibt es immer mehr junge Menschen, die übergewichtig oder sogar fettleibig sind – und deshalb an Krebs erkranken.

In der Studie wurden die Daten einer großen US-amerikanischen Datenbank aus den Jahren 2000 bis 2016 ausgewertet. Verglichen wurden die Anteile an Krebserkrankungen bei Personen, die fettleibig waren (2.665.574 Fälle), und Personen, die nicht adipös waren (3.448.126 Fälle). Demnach hatte über den Zeitraum 2000 bis 2016 der Anteil an Krebsfällen unter den 50- bis 64-Jährigen generell zugenommen. Der Anstieg an Fällen, die mit Adipositas, also Fettleibigkeit in Verbindung standen, war dabei im Verhältnis deutlich stärker als der Anstieg an Fällen, die nicht mit Fettleibigkeit assoziiert waren. Bei älteren Patienten ab 65 Jahren war dies so nicht der Fall.

Diese Beobachtung, so die Studienautoren, stimme bedenklich. Steigt das Körpergewicht über die Maßen an, nimmt auch das Krebsrisiko zu. Und offenbar erkranken immer mehr junge Menschen wegen eines zu hohen Körpergewichts an Krebs.

 

Quelle:

Koroukian SM et al. Changes in Age Distribution of Obesity-Associated Cancers. JAMA Network Open. 2019;2(8):e199261. doi:10.1001/jamanetworkopen.2019.9261

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 17.09.2019 17:24