Bei fortgeschrittenem triple-negativem Brustkrebs kann Immuntherapie lohnen

Nachricht vom 10.08.2022

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Wenn der Tumor viel PD-L1 bildet, kann eine Immuncheckpointblockade zusätzlich zur Chemotherapie die Überlebensaussichten verbessern.

Für manche Patientinnen mit fortgeschrittenem triple-negativem Brustkrebs verbessern sich die Überlebensaussichten, wenn sie mit einer Immuntherapie mit einem PD1-Blocker in Kombination mit Chemotherapie behandelt werden. Das zeigen die endgültigen Ergebnisse einer Phase III-Studie in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine.

847 Patientinnen nahmen an der Studie teil, sie litten an wiedergekehrtem nicht-operablem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs. Sie wurden mit der üblichen Chemotherapie behandelt und erhielten zusätzlich entweder einen PD1-Blocker oder ein Scheinmedikament (Placebo).

Besonders gut wirkte die zusätzliche Immuntherapie bei Patientinnen, deren Tumor viel PD-L1 bildete. Bei ihnen waren unter der Immun-Chemotherapie sowohl das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, als auch das Gesamtüberleben signifikant besser als unter der Placebo-Chemotherapie. Wenn der Tumor nur wenig PD-L1 bildete, konnte dagegen das Gesamtüberleben durch die zusätzliche Immuntherapie nicht signifikant verbessert werden. Hinsichtlich der Nebenwirkungen gab es zwischen den Behandlungsgruppen kaum Unterschiede.

Damit, so die Studienautoren, habe sich die Zugabe der PD1-Blockade zur Chemotherapie bei Patientinnen mit fortgeschrittenem triple-negativem Brustkrebs mit viel PD-L1 als vorteilhaft für die Überlebensaussichten herausgestellt.

 

Quelle:

Cortes J et al. Pembrolizumab plus Chemotherapy in Advanced Triple-Negative Breast Cancer. New England Journal of Medicine 2022; 387:217-26

 

(KvK)

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