Bei fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs früh mit Supportivtherapie einsteigen

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Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Spezialisten bringt Überlebensvorteile.

Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung an Speiseröhrenkrebs, bei der sich bereits Metatastasen in anderen Organen gebildet haben, ist es für die Patienten vorteilhaft, wenn sie frühzeitig umfassende unterstützende Therapien, sogenannte Supportivtherapien erhalten. Dies sollte einer neuen Untersuchung in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology zufolge am besten interdisziplinär, also in Zusammenarbeit von Experten aus verschiedenen medizinischen Gebieten, erfolgen.

In der Studie erhielten 214 Patienten neben der Krebstherapie eine frühe interdisziplinäre Supportivtherapie und 114 Patienten die sonst übliche Standardpflege. Alle waren mindestens 18 Jahre alt und bei allen war metastasierter Speiseröhrenkrebs diagnostiziert worden. Zur interdisziplinären Supportivtherapie gehörten auch Maßnahmen in puncto Ernährung und psychologische Betreuung. 

Die frühe interdisziplinäre Supportivtherapie zahlte sich aus: Patienten, die sie erhalten hatten, wiesen eine bessere Gesamtüberlebensrate auf als die Patienten, die die übliche Standardpflege erhalten hatten. Außerdem ging es ihnen in einigen Bereichen deutlich besser. So verloren sie beispielsweise signifikant weniger an Gewicht als die Patienten, die die Standardpflege erhielten.

Die Supportivtherapie müsse in Zukunft weiter optimiert werden und sollte bei der medizinischen Betreuung von Patienten mit metastasiertem Speiseröhrenkrebs schon frühzeitig einbezogen werden, so die Studienautoren.

 

Quelle:

Lu Z et al. Early Interdisciplinary Supportive Care in Patients With Previously Untreated Metastatic Esophagogastric Cancer: A Phase III Randomized Controlled Trial. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 8. Januar 2021, DOI https://doi.org/10.1200/JCO.20.01254

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 20.09.2021 18:04