Bei fortgeschrittenem Nierenkrebs mit erhöhtem Risiko intensiv behandeln

Nachricht vom 03.06.2023

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Eine Kombinationstherapie kann den Tumor länger stoppen.

Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs, bei denen ein mittleres bis hohes Risiko für einen ungünstigen Verlauf festgestellt wird, profitieren offenbar davon, wenn sie als Erstbehandlung eine Kombination aus einem zielgerichteten Wirkstoff, einem sogenannten Tyrosinkinasehemmer, und einer Immuntherapie mit einem Checkpoint-PD1- und einem Checkpoint-CTLA-4-Blocker erhalten. Das geht aus den Ergebnisse einer Phase III-Studie hervor, die in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden.

An der Studie nahmen 855 Patienten ab 18 Jahren mit fortgeschrittenem klarzelligem Nierenkrebs teil. Sie erhielten bei einem mittleren bis hohen Risiko für einen ungünstigen Verlauf eine Immuntherapie mit einem PD1- und CTLA-4-Blocker sowie entweder einen Tyrosinkinasehemmer oder ein Scheinmedikament (Placebo). Anschließend wurde bis zu zwei Jahre lang eine Erhaltungstherapie mit dem PD1-Blocker durchgeführt. 

Bei deutlich mehr Patienten der Kombinationstherapiegruppe sprach die Krankheit auf die Behandlung an und schritt in den ersten zwölf Monaten nicht mehr weiter voran. Allerdings traten unter der Dreifachbehandlung auch mehr Nebenwirkungen auf. 

Ob sich die intensivere Therapie auch günstig auf das Gesamtüberleben auswirkt oder nicht, könne, so die Studienautoren, noch nicht festgestellt werden, hierzu sei eine längere Beobachtungszeit nötig.

 

Quelle:

Choueiri TK et al. Cabozantinib plus Nivolumab and Ipilimumab in Renal-Cell Carcinoma. New England Journal of Medicine 2023; 388:1767-78

 

(kvk)

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