Bei Eierstockkrebs nicht zu spät mit der Chemotherapie beginnen

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Wird bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs der Beginn der Chemotherapie nach der Operation verzögert, steigt das Sterberisiko

Wird bei weit fortgeschrittenem Eierstockkrebs nach einer Operation eine Chemotherapie eingeleitet, sollte dies möglichst zeitnah geschehen. Dies legen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Annals of Oncology nahe.

An der Studie, die zunächst für eine andere Fragestellung konzipiert war, nahmen mehr als 1.700 Patientinnen mit Eierstockkrebs im Stadium III oder IV teil. Für die Frage, ob der Zeitpunkt des Chemotherapiebeginns nach einer Operation eine Rolle für das Überleben spielt oder nicht, wurden nur die Daten von Patientinnen mit Stadium IV-Erkrankung ausgewählt, bei denen der Tumor operativ vollständig entfernt werden konnte. Wenn zwischen Operation und Beginn der unterstützenden (adjuvanten) Chemotherapie mehr als 25 Tage vergingen, war das Sterberisiko an der Erkrankung erhöht.

In weiteren Studien müsse nach Ansicht der Studienautoren nun geklärt werden, weshalb das optimale Zeitfenster zwischen Operation und Einleitung der Chemotherapie so klein sei.

 

Quelle:

Tewari, K. S. et al.: Early Initiation of Chemotherapy following Complete Resection of Advanced Ovarian Cancer Associated with Improved Survival: An NRG Oncology/Gynecologic Oncology Group Study. Annals of Oncology, Onlinevorabveröffentlichung 20. Oktober 2015, doi: 10.1093/annonc/mdv500

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 24.05.2017 15:46