Bei drohendem Lymphödem im Arm frühzeitig intervenieren

Nachricht vom 16.02.2022

Angaben zum Autor und Erstelldatum finden Sie am Ende des Beitrages.

Eine Chronifizierung von Lymphödemen nach der Brustkrebsoperation kann verhindert werden.

Wenn bei Brustkrebspatientinnen, etwa nach der Operation, ein erhöhtes Risiko für ein Lymphödem im Arm besteht, können frühzeitige Kontrollen und Maßnahmen eine drohende Chronifizierung verhindern. Das zeigen die Ergebnisse einer Meta-Analyse, die in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurden.

Die Forscher durchsuchten mehrere Datenbanken und Register und wurden schließlich bei 21 Studien fündig, die sich mit krebsbedingtem Lymphödem im Arm beschäftigt hatten. Es zeigte sich, dass die frühzeitige Intervention das Risiko für chronische Lymphödeme in den Armen senkte. Nur eine kleine Zahl von Brustkrebspatientinnen entwickelte nach der Operation noch chronische Lymphödeme in den Armen, wenn sie frühzeitig bestimmte Maßnahmen zur Vorbeugung und Linderung durchführten.

Offenbar profitieren Brustkrebspatientinnen mit erhöhtem Risiko für Lymphödeme in den Armen davon, wenn sie sich nach der Operation regelmäßigen Kontrollen und Maßnahmen zur Vorbeugung unterziehen (s. auch Nachricht vom 11.02.2022).

 

Quelle:

Rafn BS et al. Prospective Surveillance for Breast Cancer–Related Arm Lymphedema: A Systematic Review and Meta-Analysis. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 25. Januar 2022, DOI: 10.1200/JCO.21.01681

 

(kvk)

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