Bei Darmkrebs: Diabetes mellitus gut einstellen

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Den Blutzucker mit Medikamenten gut zu regulieren, wirkt sich bei Darmkrebs günstig auf die Prognose aus.

Ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) wirkt sich ungünstig auf die Prognose bei Darmkrebs aus. Dies gilt auch, wenn die Patienten den Blutzucker mithilfe von Tabletten regulieren und noch kein Insulin spritzen müssen. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention. 

Die Forscher werteten die Daten von 33.841 Patienten mit Diabetes mellitus aus, bei denen kurz zuvor die Diagnose Darmkrebs gestellt worden war. Sie wurden über einen Zeitraum von durchschnittlich rund fünf Jahren beobachtet. Wegen des dauerhaft hohen Blutzuckers nahmen sie Medikamente wie Metformin ein.

Patienten, die die Blutzuckermedikamente regelmäßig, so wie vom Arzt verordnet, einnahmen, hatten ein geringeres Risiko, an der Darmkrebserkrankung zu versterben, als diejenigen, die sich darum weniger kümmerten. Dies galt unabhängig davon, an welcher Stelle des Dick- oder Enddarms sich der bösartige Tumor befand.

Es sei ratsam, den Blutzucker mithilfe der Medikamente in normalem Maß zu halten. Dies könne offenbar die Prognose bei Darmkrebs verbessern, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. Damit bestätigen sich die Ergebnisse anderer Studien, die einen solchen Zusammenhang aufgezeigt hatten.

 

Quelle:

Choe S et al. Prognosis of Patients with Colorectal Cancer with Diabetes According to Medication Adherence: A Population-Based Cohort Study. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention 2020;29:1120-7

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 22.10.2020 16:24