Befall der Halslymphknoten bei Schilddrüsenkrebs

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Breitet sich der Tumor in die Lymphknoten am Hals aus, sinken die Überlebensaussichten

Kommt es bei papillärem Schilddrüsenkrebs zu einem Befall der Halslymphknoten, sinken die Überlebensaussichten. Was bislang nur bei älteren Patienten jenseits des 45. Lebensjahres bekannt war, bestätigte sich jetzt einem Bericht in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology zufolge auch für jüngere Patienten.

In der Untersuchung verfolgten die Mediziner den Krankheitsverlauf bei einer großen Zahl von Patienten mit papillärem Schilddrüsenkrebs im Stadium I mit und ohne Lymphknotenbefall, die zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 45 Jahre waren. Alle hatten sich einer Operation unterzogen. Die Patienten, bei denen sich der Krebs bereits in die Lymphknoten am Hals ausgebreitet hatte, erreichten ein geringeres Gesamtüberleben als die Patienten ohne Lymphknotenmetastasen. Je mehr Lymphknoten befallen waren, desto schlechter war das Gesamtüberleben.

Die Ausbreitung von papillärem Schilddrüsenkrebs in die Halslymphknoten habe sich in der Studie bei Patienten, die jünger als 45 Jahre waren, als ungünstig für das Gesamtüberleben erwiesen, so fassten die Studienautoren ihre Ergebnisse zusammen. Dies müsse bei der diagnostischen Stadieneinteilung der Tumoren berücksichtigt werden. Zudem müsse auch bei jüngeren Patienten vor der Operation gründlich nach etwaigen Lymphknotenmetastasen gesucht werden.

 

Quelle:

Adam, M. A. et al.: Presence and Number of Lymph Node Metastases Are Associated With Compromised Survival for Patients Younger Than Age 45 Years With Papillary Thyroid Cancer. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 15. Juni 2015, doi: 10.1200/JCO.2014.59.8391

 

(kvk)

 

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Aktualisiert am: 17.08.2017 17:03