Bauchspeicheldrüsenkrebs in jüngeren Jahren

Nachricht vom 13.12.2023

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Vier Faktoren erhöhen das Risiko, schon im jüngeren Lebensalter an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken.

Das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs nimmt mit dem Lebensalter zu, dennoch können auch junge Menschen bereits daran erkranken. Dabei spielen neben erblich bedingten, also genetischen Faktoren auch klinische Ereignisse und Lebensstilfragen eine Rolle. Darauf verweisen Wissenschaftler in der Fachzeitschrift European Journal of Cancer nach der Sichtung von Studiendaten.

Die Forscher werteten systematisch die zum Thema veröffentlichten Fachartikel aus, wobei sie den Schwerpunkt auf Erkrankungen an duktalen Adenokarzinomen der Bauchspeicheldrüse im frühen Lebensalter legten. Schlussendlich bezogen sie in ihre Analyse 24 Publikationen ein, in denen Patienten im Alter von 40 bis 65 Jahren berücksichtigt wurden. 

Als Risikofaktoren für Bauchspeicheldrüsenkrebs im jüngeren Lebensalter kristallisierten sich vier Faktoren heraus: Rauchen, erhöhter Alkoholkonsum, Bauchspeicheldrüsenentzündung und Infektion mit Hepatitis B. Dabei bezeichneten die Forscher Rauchen und Alkoholkonsum als Lebensstilfaktoren, hingegen Bauchspeicheldrüsenentzündung und Hepatitis B als klinische Faktoren.

Diese Risikofaktoren für früh auftretenden Bauchspeicheldrüsenkrebs zu kennen könne nach Ansicht der Studienautoren dabei helfen, potenziell gefährdete junge Menschen rechtzeitig zu identifizieren und sie bei der Entwicklung risikoreduzierender Strategien zu unterstützen. 

 

Quelle:

Chandana SR et al. Risk factors for early-onset pancreatic ductal adenocarcinoma: a systematic literature review. European Journal of Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 11. Dezember 2023, DOI:https://doi.org/10.1016/j.ejca.2023.113471

 

(kvk)

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