Bauchspeicheldrüsenkrebs: In der Familie nicht immer allein

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In einer Studie zeigt sich, dass das eigene Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht nur steigt, wenn diese Erkrankung bereits häufiger in der Familie vorkommt, sondern auch dann, wenn Verwandte ersten Grades an schwarzem Hautkrebs erkrankt sind.

In manchen Familien erkranken mehrere Personen an Bauchspeicheldrüsenkrebs, woraus Experten schließen, dass es eine vererbbare Neigung zu der Krankheit gibt. Nun stellten Wissenschaftler auch einen Zusammenhang zu schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom, her. Sie berichteten darüber in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

Die Forscher bezogen in ihre Analyse die Daten von 591 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs und 646 nicht daran erkrankten Kontrollpersonen ein. Alle waren zu Krebserkrankungen in der engeren Familie befragt worden. In den Familien der Bauchspeicheldrüsenkrebspatienten kamen häufiger Bauchspeicheldrüsenkrebs selbst und Erkrankungen am malignen Melanom vor. Brustkrebs, Eierstockkrebs, Krebs der Atemwege, andere Krebsarten im Magen-Darmtrakt oder Prostatakrebs hingegen waren in den Familien der Bauchspeicheldrüsenkrebspatienten nicht häufiger als in den Familien der Kontrollpersonen.

Die Studie bestätige die erhöhte Neigung, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, wenn Verwandte ersten Grades ebenfalls daran erkrankt sind, so die Bewertung der Studienautoren. Außerdem habe sie einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von schwarzem Hautkrebs in der Familie und dem Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs aufgedeckt.

 

Quelle:

Schulte, A. et al.: Association between family cancer history and risk of pancreatic cancer. Cancer Epidemiology 2016, 45:145-150

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 20.10.2017 17:07