Autologe Stammzelltransplantation bei Mantelzelllymphom

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Bei jüngeren Patienten unter Umständen vorteilhaft.

Bei Patienten mit Mantelzelllymphom, die höchstens 65 Jahre alt sind, kann sich unter Umständen eine autologe Stammzelltransplantation nach einer Einleitungschemotherapie lohnen. Das berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology.

Bei einer autologen Stammzelltransplantation erhält der Patient eigene blutbildende Stammzellen zurück, nachdem diese zuvor von den erkrankten Zellen gereinigt wurden. Diese Therapie wird geeigneten Patienten mit Mantelzelllymphom angeboten, da sie hierdurch potenziell von ihrer Krankheit geheilt werden können. In der aktuellen Studie wurden rückblickend die Daten von 1.029 Patienten bis 65 Jahre ausgewertet, die an einem von 25 medizinischen Zentren behandelt und anschließend durchschnittlich sechs Jahre lang beobachtet worden waren.

Die autologe Stammzelltransplantation verschaffte den damit Behandelten Zeit: Der Zeitpunkt, an dem die Krankheit messbar weiter voranschritt, verschob sich dadurch gegenüber den Patienten, die keine Stammzelltransplantation erhalten hatten, von 44 auf 75 Monate. Auch das Gesamtüberleben verbesserte sich, jedoch statistisch nur tendenziell, nicht signifikant. 

Jüngere, fitte Patienten bis 65 Jahre mit Mantelzelllymphom können demnach, so die Studienautoren, durchaus von einer autologen Stammzelltransplantation nach einer Einleitungschemotherapie profitieren.

 

Quelle:

Gerson J M et al. Survival Outcomes of Younger Patients With Mantle Cell Lymphoma Treated in the Rituximab Era. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 7. Januar 2019, DOI: 10.1200/JCO.18.00690

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 22.08.2019 17:45