Ausbreitung von hellem Hautkrebs in die Lymphgefäße

Nachricht vom 25.03.2022

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Dies erhöht das Risiko für eine Ausbreitung in andere Organe.

Plattenepithelkarzinome der Haut, die zum hellen Hautkrebs zählen, wachsen bevorzugt in das umgebende Gewebe ein und breiten sich nur selten in die Lymphgefäße aus. Wenn letzteres jedoch geschieht, besteht ein erhöhtes Risiko dafür, dass sich nach einiger Zeit Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, in anderen Organen bilden und es keine Heilung von der Erkrankung gibt. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie, die in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlicht wurden.

Die Wissenschaftler analysierten rückblickend die Daten von Patienten mit Plattenepithelkarzinom der Haut, die über 20 Jahre lang erhoben worden waren. Es handelte sich um insgesamt 10.707 Tumoren, von denen 78 nachweislich in die Lymphgefäße einbrachen. Es stellte sich heraus, dass mit einem solchen Einbruch in Lymphgefäße eine ungünstigere Prognose verbunden war, selbst wenn der Tumor ansonsten mit einem niedrigen Tumorstadium eingestuft worden war: Das Risiko für einen lokalen Rückfall war bei diesen Tumoren ebenso erhöht wie das Risiko, dass sich in den folgenden fünf Jahren Metastasen in anderen Organen bildeten. Auch das Risiko, an der Erkrankung zu versterben, war erhöht.

Zwar handelte es sich um eine rückblickende Studie, was die allgemeine Aussagekraft einschränkt. Dennoch, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, gehen Plattenepithelkarzinome der Haut bei einem Einbruch in die Lymphgefäße mit einer Häufung von Metastasen und einem erhöhten Todesrisiko einher. Ein eventueller Befall von Lymphgefäßen solle deshalb nach Ansicht der Autoren bei diesen Tumoren in die Stadieneinteilung einfließen, die sich auf die Auswahl der Therapie auswirkt.

 

Quelle:

Kus KJB et al. Higher metastasis and death rates in cutaneous squamous cell carcinomas with lymphovascular invasion. Journal of the American Academy of Dermatology 2022, 86(4):766-73

 

(KvK)

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