Auf Kopf und Hals achten

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Nach einem Hodgkin-Lymphom besteht offenbar ein erhöhtes Risiko für einen Zweittumor im Kopf-Halsbereich

Bei einer Erkrankung am Hodgkin-Lymphom, einer Form von Lymphdrüsenkrebs, die bereits oft schon in jungen Jahren auftritt, bestehen dank effizienter Therapien gute Chancen auf Heilung. Die Überlebenden müssen sich allerdings der Tatsache stellen, dass sie später ein erhöhtes Risiko haben, erneut an einem bösartigen Tumor zu erkranken. Wissenschaftler berichteten in der Fachzeitschrift Cancer, dass nach Morbus Hodgkin ein erhöhtes Risiko für bösartige Tumoren im Kopf-Halsbereich besteht.

Die Forscher analysierten Daten aus einer großen US-amerikanischen Datenbank, in der auch Hodgkin-Lymphom-Patienten erfasst worden waren, die eine zweite Krebserkrankung, diesmal im Kopf-Halsbereich, erlitten. Als Vergleichsgruppe dienten Patienten mit einem Kopf-Halstumor, dem kein Hodgkin-Lymphom vorausgegangen war. 

Die Überlebenden eines Morbus Hodgkin hatten ein um 70 Prozent höheres Risiko, an einem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Halsbereich zu erkranken. Für Speicheldrüsenkrebs war das Risiko sogar achteinhalbmal so hoch.

Nach Ansicht der Studienautoren sollten Überlebende eines Hodgkin-Lymphoms das erhöhte Risiko für einen Zweittumor im Kopf-Halsbereich kennen und gemeinsam mit ihrem behandelnden Arzt auf etwaige frühe Anzeichen einer solchen Erkrankung achten. Regelmäßige Untersuchungen im Kopf-Halsbereich könnten dies unterstützen.

 

Quelle:

Chowdhry, A. K. et al.: Second primary head and neck cancer after Hodgkin lymphoma: A population-based study of 44,879 survivors of Hodgkin lymphoma. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 8. Januar 2014, DOI: 10.1002/cncr.29231

(kvk)

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Aktualisiert am: 23.05.2017 17:55