Auf Herz und Kreislauf prüfen

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Herzkreislauferkrankungen treten nach Krebs im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter häufiger auf.

Nach einer Krebserkrankung, die im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter auftritt, bleibt ein erhöhtes Risiko für Herzkreislaufprobleme. Zu diesem Schluss kommen dänische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute.

Die Forscher stützten sich auf die Daten von mehr als 43.000 ehemaligen Krebspatienten, die bei der Diagnose 15 bis 39 Jahre alt waren und diese mindestens ein Jahr überlebten. Als Vergleichsgruppe dienten Personen, die den Krebspatienten bezüglich Alter und Geschlecht glichen und im dänischen Patientenregister erfasst waren.

Die ehemaligen Krebspatienten erlitten signifikant häufiger Herzkreislaufprobleme als die Personen aus dem allgemeinen Krankenregister. Überlebende eines Morbus Hodgkin, einer Form von Lymphdrüsenkrebs, beispielsweise mussten häufiger wegen einer Erkrankung der Herzklappen stationär aufgenommen werden. Ehemalige Leukämiepatienten hatten ein vergleichsweise hohes Risiko für Hirnblutungen (Schlaganfall) und eine Erkrankung der Herzmuskulatur (Kardiomyopathie).

Lebenslang, so die Studienautoren, bestehe nach einer Krebserkrankung im Jugend- bzw. frühen Erwachsenenalter ein erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen. Allerdings habe jede Krebsart, die in diesem Lebensalter auftreten kann, ihr eigenes Risikoprofil.

Quelle:
Rugbjerg, K. et al.: Cardiovascular Disease in Survivors of Adolescent and Young Adult Cancer: A Danish Cohort Study, 1943–2009. Journal of the National Cancer Institute 2014, 106(6):dju110


(kvk)

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Aktualisiert am: 21.07.2017 16:59