Auf Hepatitis B und C testen

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Das Screening wird Bestandteil des kostenfreien allgemeinen Gesundheits-Check-ups. Dies soll langfristig auch das Risiko für Leberkrebs senken.

Ab dem 35. Lebensjahr haben gesetzlich Krankenversicherte künftig einen Anspruch darauf, sich im Rahmen des sogenannten Check-ups kostenfrei auf eine Infektion mit Hepatitis B und C testen zu lassen. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss G-BA in einer Plenumssitzung im November 2020.

Mit diesem Test sollen bis dato unerkannte Infektionen mit dem Hepatitis B- oder Hepatitis-C-Virus aufgedeckt werden. Beide können neben der akuten Leberentzündung chronische Entzündungen verursachen, die nicht selten lange Zeit symptomlos oder schleichend verlaufen. Gefürchtete Spätfolgen der unerkannten und unbehandelten chronischen Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Erkrankung sind Leberzirrhose mit Leberversagen und Leberkrebs. Mithilfe antiviraler Mittel kann ein solcher Verlauf heute verhindert werden – sofern, die chronische Infektion erkannt wird.

Dies soll nun bei möglichst vielen Betroffenen mithilfe des Screenings gelingen. Gesetzlich Versicherte haben alle drei Jahre Anspruch auf den allgemeinen Gesundheits-Check-up, in dessen Rahmen das Hepatitis-Screening jetzt erfolgen soll. Wer innerhalb der letzten drei Jahre nach Inkrafttreten des jetzigen Beschlusses den Check-up durchgeführt hat, kann den Test auf Hepatitis B und C nachholen. Damit soll allen Versicherten zeitnah das neue Angebot zur Verfügung gestellt werden.

Beide Virustypen werden durch Blut übertragen, Hepatitis B zudem auch bei sexuellem Verkehr. Gegen Hepatitis B existiert eine Impfung, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Säuglinge, Kinder und Personen mit geschwächtem Immunsystem empfohlen wird. Wenn eine Impfung mit ausreichendem Erfolg durchgeführt wurde, ist ein Screening auf Hepatitis B nicht mehr notwendig. Eine Impfung gegen Hepatitis C existiert derzeit noch nicht.

 

Quelle:

Pressemitteilung des G-BA vom 20. November 2020

 

(KvK)

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