Auch im Schatten die Haut vor der Sonne schützen

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Es empfiehlt sich, auch bei längerem Aufenthalt im Schatten die Haut zusätzlich vor der Sonne zu schützen, wenn diese intensiv scheint.

UV-Licht gilt als der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung von sowohl hellem als auch schwarzem Hautkrebs. Menschen, die viel im Freien arbeiten, haben nachweislich ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs. Doch wie sieht es bei Forstarbeitern aus, die ja eigentlich durch den Schatten, den die Bäume werfen, geschützt sein müssten? Dieser Frage gingen Wissenschaftler in einer Studie nach und berichteten nun in der Fachzeitschrift Journal of European Academy of Dermatology and Venereology über ihre erstaunlichen Ergebnisse.

Die Forscher werteten die Daten von 591 Studienteilnehmern im Durchschnittsalter von knapp 47 Jahren aus, darunter gut drei Viertel Männer. 193 der Studienteilnehmer waren als Forstarbeiter tätig. Von ihnen gaben knapp drei Viertel an, in den letzten Jahren Sonnenbrände erlitten zu haben, die Hälfte hatte sich den schlimmsten Sonnenbrand während der Arbeit zugezogen. Drei von zehn Forstarbeitern trugen meistens lange Schutzkleidung, doch nur knapp ein Viertel mied die Mittagssonne und nur knapp ein Drittel blieb im Schatten.

Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen wie Landwirten, Gärtnern oder Bauarbeitern verbrachten die Forstarbeiter mehr Zeit im Freien. Sie waren auch stärker von Sonnenbrand betroffen. Generell zeigte sich in der Studie, dass Personen, die viel im Freien arbeiteten oder einen großen Teil ihrer Freizeit draußen verbrachten, seltener daran dachten, ihre Haut vor der Sonne zu schützen.

Nach Ansicht der Studienautoren zeigten die Ergebnisse, dass Schatten allein nicht vor Hautkrebs schützen könne. Weitere Schutzmaßnahmen wie bedeckende Kleidung und die Anwendung von Sonnencremes seien nötig, um die Haut ausreichend zu schützen.

 

Quelle:

Tizek L et al. Skin Cancer Risk and Shade: Comparing the Risk of Foresters With Other Outdoor Workers. Journal of European Academy of Dermatology and Venereology, Onlinevorabveröffentlichung am 4. Mai 2020, doi: 10.1111/jdv.16560

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 29.10.2020 15:42