Auch im hohen Alter noch

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Auch ältere Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs können offenbar von einer Kombination der Hormontherapie mit Strahlentherapie profitieren

Auch bei Patienten jenseits des 75. Lebensjahres mit lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs kann es sich offenbar lohnen, zusätzlich zur Hormonunterdrückungstherapie eine Strahlentherapie durchzuführen. In einer Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurden, konnten dadurch die Überlebenschancen der Betroffenen verbessert werden.

Die Forschergruppe analysierten Daten von verschiedenen Patientengruppen, die Diagnose Prostatakrebs zwischen 1995 und 2007 erhalten hatten, darunter ältere Patienten jenseits des 75. Lebensjahres mit lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs und Patienten, die mindestens 65 Jahre alt waren und deren Hoch-Risiko-Tumor bei einer Screeninguntersuchung entdeckt worden war. In beiden Gruppen erwies sich die zusätzliche Strahlentherapie als vorteilhaft für das Überleben: Die krebsbezogene Sterblichkeit und die allgemeine Sterblichkeit waren geringer als bei Patienten, die allein eine Hormonunterdrückungstherapie erhalten hatten.

Auch im hohen Lebensalter profitierten Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs offenbar von einer Kombination der Hormontherapie mit Strahlentherapie, so die Zusammenfassung der Studienautoren.

 

Quelle:

Bekelman, J. E. et al.: Effectiveness of Androgen-Deprivation Therapy and Radiotherapy for Older Men With Locally Advanced Prostate Cancer. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 5. Januar 2015, doi: 10.1200/JCO.2014.57.2743

(kvk)

Zur Nachrichtenübersicht

Weitere Nachrichten zum Thema Krebs:

Zurück

Aktualisiert am: 22.05.2017 21:12