Antikörpertherapie bei fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs

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Mit einer Antikörpertherapie können die Überlebensaussichten der Patienten auch langfristig deutlich verbessert werden

Schwarzer Hautkrebs, das maligne Melanom, ist tückisch: Ein dunkler Fleck auf der Haut, manchmal noch recht klein und fasst unscheinbar, neigt er schon früh dazu, sich im Körper auszubreiten und Metastasen in anderen Organen zu bilden. Oft führt die Erkrankung dann innerhalb kurzer Zeit zum Tod. Dank der Einführung neuer zielgerichteter Therapien sind die Überlebensaussichten auch bei fortgeschrittenem Melanom in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Wissenschaftler berichteten jetzt in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology, dass eine Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Ipilimumab nicht nur kurzfristig effizient ist, sondern auch langfristigen Erfolg verspricht.

Die Forscher werteten zusammenfassend zehn Studien aus, in denen Patienten mit einem fortgeschrittenen malignen Melanom eine Ipilimumabtherapie erhalten hatten – manche waren bereits mit anderen Therapien vorbehandelt, andere nicht. Von den mehr als 1.800 Patienten waren drei Jahre nach der Diagnose 22 Prozent noch am Leben. Etwa zu diesem Zeitpunkt erreichte die Überlebenskurve ein Plateau, das dann in den insgesamt zehn Jahren Beobachtungszeit anhielt.

Dies, so die Studienautoren, bedeute, dass – egal, ob Patienten mit fortgeschrittenem malignem Melanom bereits vorbehandelt sind oder nicht – mit einer Therapie mit dem Antikörper Ipilimumab eine gute Langzeitwirkung bei der Erkrankung erreicht werde.

 

Quelle:

Schadendorf, D. et al.: Pooled Analysis of Long-Term Survival Data From Phase II and Phase III Trials of Ipilimumab in Unresectable or Metastatic Melanoma. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 9. Februar 2015, doi: 10.1200/JCO.2014.56.2736

(kvk)

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Aktualisiert am: 23.06.2017 11:26