Antikörpertherapie bei fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs

Nachricht vom 01.09.2023

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In bestimmten Fällen zusammen mit Chemotherapie eine wirksame Option.

Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs können davon profitieren, wenn sie mit einem EGFR-Antikörper und Chemotherapie behandelt werden. Das zeigen die Ergebnisse einer Phase 3-Studie, die von Wissenschaftlern in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurden.

Für die Studie wurden 92 Patienten ausgewählt, von denen 82 einen sogenannten K-Ras-Wildtyp-Tumor aufwiesen, also einen Tumor, bei dem keine K-Ras-Mutation vorlag. Die Bauchspeicheldrüsentumoren waren lokal fortgeschritten oder hatten sich bereits mit Metastasen in andere Organe ausgebreitet. Die Teilnehmer erhielten eine Chemotherapie in Kombination mit einem EGFR-Antikörper oder einem Scheinmedikament (Placebo). Die Therapieregime wurden so lange fortgesetzt, bis die Krankheit weiter voranschritt oder inakzeptable Nebenwirkungen auftraten.

Infolge der Kombination von Chemo- und EGFR-Antikörpertherapie verlängerte sich das Gesamtüberleben signifikant. Auch die durchschnittliche Überlebenszeit und das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, waren nach der Kombinationstherapie signifikant länger. 

Da unter der Chemo-EGFR-Antikörpertherapie nicht signifikant mehr schwere Nebenwirkungen als unter der Chemo-Placebotherapie auftraten, bestätigen diese Ergebnisse die Kombination aus EGFR-Antikörper und Chemotherapie bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs als mögliche Behandlungsoption, so die Studienautoren. Auch weise die Studie daraufhin, wie wichtig die Testung auf K-Ras bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sei, um die Patienten, die von der Behandlung profitieren können, zu identifizieren.

 

Quelle:

Qin S et al. Nimotuzumab Plus Gemcitabine for K-Ras Wild-Type Locally Advanced or Metastatic Pancreatic Cancer. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 30. August 2023, DOI: 10.1200/JCO.22.02630

 

(kvk)

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