Antikörpertherapie bei CLL-Rückfall erweitern

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Die Zugabe eines weiteren Wirkstoffs kann unter Umständen den Behandlungserfolg verbessern.

Bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), die einen Rückfall erleben, kann es sich langfristig auszahlen, zum Anti-CD20-Antikörper Rituximab den Phosphoinositid-3-Kinaseblocker Idelalisib hinzuzufügen. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology.

Insbesondere bei älteren Patienten mit CLL, die nicht selten Begleiterkrankungen aufweisen, werden alternative Therapien zur Chemotherapie gesucht, um die Verträglichkeit der Behandlung zu steigern. Eine Therapie mit dem Anti-CD20-Antikörper Rituximab ist zwar eine gute Option, ihr Effekt ist aber mitunter nicht ausreichend. In der aktuellen Studie erhielten Patienten entweder eine Kombinationstherapie mit Rituximab und Idelalisib oder Rituximab mit einem Scheinmedikament (Placebo). 

Durch die Kombinationstherapie verbesserten sich die Ansprechrate, die Zeit, bis die Krankheit weiter voranschritt, und das Gesamtüberleben. Allerdings traten auch mehr Nebenwirkungen wie Durchfall, Darmentzündung oder Lungenentzündung auf.

Offenbar, so die Studienautoren, verbessere eine Zugabe von Idelalisib zu Rituximab die Überlebensaussichten von Patienten mit CLL, die einen Rückfall erleiden. 

 

Quelle:

Sharman JP et al. Final Results of a Randomized, Phase III Study of Rituximab With or Without Idelalisib Followed by Open-Label Idelalisib in Patients With Relapsed Chronic Lymphocytic Leukemia. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 17. April 2019, DOI https://doi.org/10.1200/JCO.18.01460

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 22.10.2019 09:34