Antikörper bei Mantelzelllymphom

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Nach einer Stammzelltransplantation kann eine Erhaltungstherapie mit einem Antikörper womöglich die Überlebensaussichten verbessern.

Bei Patienten mit Mantelzelllymphom können eine Hochdosis-Chemotherapie und autologe Stammzelltransplantation die Überlebensaussichten verbessern. Allerdings erleben die meisten Patienten nach geraumer Zeit einen Rückfall. Offenbar können die Patienten profitieren, wenn sie nach der Stammzelltransplantation eine Erhaltungstherapie mit dem Antikörper Rituximab durchführen, wie sich in einer Studie herausstellte, deren Ergebnisse kürzlich in der Fachzeitschrift Annals of Oncology veröffentlicht wurden.

Die Forscher analysierten rückblickend die Daten von Patienten, die sich einer Hochdosis-Chemotherapie und anschließend autologen Stammzelltransplantation unterzogen. Ein Teil von ihnen erhielt danach eine Therapie mit Rituximab, der andere nicht. 

Unter der Erhaltungstherapie dauerte es länger, bis die Krankheit zurückkehrte. Auch das Gesamtüberleben schien sich durch den Antikörper zu verbessern. Allerdings gab es auch mehr Nebenwirkungen, die Patienten entwickelten häufiger einen Mangel an Immunzellen, eine sogenannte Neutropenie Grad 4. 

Nach Ansicht der Studienautoren unterstützen die Ergebnisse der Studie die Annahme, dass beim Mantelzelllymphom eine Erhaltungstherapie mit Rituximab nach Hochdosis-Chemotherapie und autologer Stammzelltransplantation günstig für das Gesamtüberleben sein könnte. Der Zusammenhang solle in aussagekräftigen Studien überprüft werden.

 

Quelle:

Graf, S. A. et al.: Maintenance rituximab after autologous stem cell transplantation in patients with mantle cell lymphoma. Annals of Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 7. September 2015, doi: 10.1093/annonc/mdv364

 

(kvk)

 

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Aktualisiert am: 26.06.2017 17:24