Analkrebs wird häufiger

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In den USA registrieren Forscher einen Anstieg der Häufigkeit und der Sterberaten an der Erkrankung.

In den USA nimmt die Häufigkeit an Plattenepithelkarzinomen des Anus insbesondere in fortgeschrittenen Krankheitsstadien zu. Das geht aus einem Bericht von Wissenschaftlern in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute hervor.

Die Forscher werteten die Daten einer US-amerikanischen Datenbank aus den Jahren 2001 bis 2016 aus und untersuchten, wie häufig neue Erkrankungen an Analkrebs in verschiedenen Altersgruppen auftraten und wie sich die Sterberaten an der Erkrankung entwickelten. Demnach stieg im Untersuchungszeitraum die Häufigkeit von Plattenepithelkarzinomen des Anus pro Jahr um 2,7 Prozent, wobei besonders Personen ab 50 Jahren betroffen waren. Die Häufigkeit fortgeschrittener Tumorstadien bei der Erstdiagnose verdreifachte sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern. 

Auch stellten die Forscher einen Anstieg der Sterberaten fest, insgesamt um rund drei Prozent pro Jahr, auch hier besonders deutlich bei Personen ab 50 Jahren. 

Die Ergebnisse, so interpretierten die Studienautoren, zeigten eine tatsächliche Zunahme von Analkrebs. Nun müssten zum einen die genauen Ursachen erforscht werden, zum anderen sei es notwendig, geeignete Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. 

 

Quelle:

Deshmukh AA et al. Recent trends in squamous cell carcinoma of the anus incidence and mortality in the United States, 2001-2015. Journal of the National Cancer Institute, Onlinevorabveröffentlichung am 19. November 2019, https://doi.org/10.1093/jnci/djz219

 

(KvK) 

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Aktualisiert am: 15.02.2020 14:11