Analkrebs: Operation mit Strahlen-Chemotherapie verbinden

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Die Überlebensaussichten sind besser, wenn nach einer Operation auch eine Strahlen- oder kombinierte Strahlen-Chemotherapie stattfindet.

Standardtherapie beim lokal begrenzten Plattenepithelkarzinom des Anus ist eine kombinierte Strahlen-Chemotherapie. Sollte aber tatsächlich doch eine Operation durchgeführt wird, bringt es Überlebensvorteile, wenn sich eine unterstützende (adjuvante) Strahlentherapie oder Strahlen-Chemotherapie anschließt. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Acta Oncologica.

An der Studie hatten 93 Patienten mit lokal begrenztem Analkrebs teilgenommen, die entweder nur operiert wurden oder nach der Operation noch eine adjuvante Strahlen- oder Strahlen-Chemotherapie erhielten. Bei den Patienten, die nur operiert worden waren, traten in der Folgezeit mehr lokale Rückfälle auf, als bei den Patienten, die zusätzlich Strahlen- oder Strahlen-Chemotherapie erhalten hatten (gut ein Drittel der Patienten im Vergleich zu neun Prozent). Nach drei Jahren waren insgesamt noch 84 Prozent der Patienten der Strahlen-/Strahlen-Chemotherapiegruppe ohne Rückfall, in der Operationsgruppe 53 Prozent. Das Gesamtüberleben nach drei Jahren betrug 87 Prozent in der Strahlen-/Strahlen-Chemotherapiegruppe und 70 Prozent in der Operationsgruppe. Auch dieser Unterschied war signifikant.

Nach einer Operation bei Analkrebs sollte sich grundsätzlich eine Strahlen- oder Strahlen-Chemotherapie anschließen, so die Empfehlung der Studienautoren. Dies führe zu einer besseren lokalen Krankheitskontrolle und besseren Überlebenschancen.

 

Quelle:

Leon, O et al. Primary surgery with or without postoperative radiotherapy in early stage squamous cell carcinoma in the anal canal and anal margin. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 1. März 2018, https://doi.org/10.1080/0284186X.2018.1442931

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 21.09.2018 13:53