Alltagstaugliche Kombichemotherapie bei fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs

Auch wenn Patienten mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs außerhalb von klinischen Studien mit einer bestimmten Kombinationschemotherapie behandelt werden, ist diese Therapie wirksam und sicher.

Auch außerhalb klinischer Studien, also im normalen Behandlungsalltag, wirkt bei Patienten mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs eine Kombinationschemotherapie mit den beiden Wirkstoffen Gemcitabin und nab-Paclitaxel gut. Dies zeigte sich in einer rückblickenden Beobachtungsstudie aus Schweden, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift BMC Cancer veröffentlicht wurden.

Zuvor hatte sich in einer klinischen Phase III-Studie ergeben, dass die Kombinationschemotherapie wirksamer ist als Gemcitabin allein. In die nun erfolgte Analyse aus der Praxis flossen die Daten von 75 Patienten ein, die an lokal fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Bauchspeicheldrüsenkrebs, der sich bereits mit Tochtergeschwülsten (Metastasen) in andere Organe ausgebreitet hatte, erkrankt waren. Die meisten Patienten hatten dabei mehr als drei Metastasen, am häufigsten fanden sich diese in der Leber, der Lunge und dem Bauchfell.

Die Hälfte der Patienten lebte elf Monate und länger, außerdem brauchte es bei der Hälfte der Patienten rund fünf Monate, bis die Krankheit weiter voranschritt. Bei den Patienten mit lokal fortgeschrittener Erkrankung waren die Behandlungsergebnisse zahlenmäßig erwartungsgemäß besser als bei Patienten mit metastasiertem Tumor. Auch bestätigt wurde nach Ansicht der Studienautoren die Sicherheit der Kombinationstherapie. Die auftretenden Nebenwirkungen konnten in der Regel gut behandelt werden.

 

Quelle:

Blomstrand H et al. Real world evidence on gemcitabine and nab-paclitaxel combination chemotherapy in advanced pancreatic cancer. BMC Cancer. 2019;19(1):40. doi: 10.1186/s12885-018-5244-2.

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 17.09.2019 17:24