Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung als erstes Anzeichen

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Geht einer Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung voraus, ist die Prognose offenbar etwas besser.

Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung kann ein frühes Symptom für Bauchspeicheldrüsenkrebs sein. Die Prognose bei der Krebserkrankung ist in diesem Falle besser, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology berichteten. 

Die Forscher untersuchten die Daten von rund 12.500 dänischen und 37.500 US-amerikanischen Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs. Knapp eineinhalb Prozent der dänischen und sechs Prozent der US-amerikanischen Patienten hatten vor der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung durchgemacht. Fünf Jahre nach der Diagnose der Krebserkrankung betrugen die Unterschiede im Überleben zwischen Patienten mit und ohne vorausgehender Bauchspeicheldrüsenentzündung bei den dänischen Patienten sechs Prozent, bei den US-amerikanischen knapp zwei Prozent. 

Bei den Patienten, bei denen die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung ein frühes Symptom für die Krebserkrankung war, hatte sich der Krebs bei der Erstdiagnose seltener schon mit Metastasen in andere Organe ausgebreitet und konnte häufiger durch eine Operation entfernt werden. 

Wenn der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs bis zu 90 Tage eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung vorausgeht, wird der Tumor offenbar häufiger in einem früheren Stadium diagnostiziert, sodass die Prognose besser ist, so die Schlussfolgerung der Studienautoren.

 

Quelle:

Kirkegård J et al. Acute pancreatitis as an early marker of pancreatic cancer and cancer stage, treatment, and prognosis. Cancer Epidemiology 2020, 64: 101647. https://doi.org/10.1016/j.canep.2019.101647

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 23.10.2020 21:49