Aktinische Keratose: Wie hoch ist das Risiko für hellen Hautkrebs?

Nachricht vom 09.05.2022

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Bei höhergradigen aktinischen Keratosen ist das Risiko, ein Plattenepithelkarzinom der Haut zu entwickeln, am höchsten.

Aktinische Keratose ist eine Hautveränderung, die als Vorstufe von hellem Hautkrebs gilt: Plattenepithelkarzinome können sich daraus entwickeln. Je höhergradig die aktinische Keratose bei der Diagnose schon ist, desto höher ist das Krebsrisiko. Zu diesem Ergebnis führt eine Studie aus den Niederlanden, die in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology veröffentlicht wurde.

An der Studie hatten sich 624 Patienten im Alter von 48 bis 94 Jahren beteiligt, bei denen fünf oder mehr aktinische Keratosen am Kopf diagnostiziert worden waren. Sie erhielten eine Therapie mit Salben oder eine Photodynamische Therapie.

Während der Beobachtungszeit entwickelten 26 Patienten ein Plattenepithelkarzinom. Für die Höhe des Risikos, in den vier Jahren nach der Diagnose hellen Hautkrebs zu entwickeln, war in erster Linie der Grad der aktinischen Keratosen verantwortlich: Bei schweren aktinischen Keratosen (Olsen Grad III) war es mit fast 21 Prozent besonders hoch. Auch zwischen den einzelnen Therapien gab es Unterschiede, die allerdings nicht so stark ausfielen.

Patienten mit hochgradiger aktinischer Keratose, die eine zusätzliche Therapie erhielten, hatten in dieser Studie ein besonders hohes Risiko, ein Plattenepithelkarzinom der Haut zu entwickeln, so die Zusammenfassung der Studienautoren. Nach Abschluss der Therapie sollte die Nachsorge bei ihnen besonders intensiv ausfallen.

 

Quelle:

Ahmadi S et al. Risk of Invasive Cutaneous Squamous Cell Carcinoma After Different Treatments for Actinic Keratosis. A Secondary Analysis of a Randomized Clinical Trial. JAMA Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 27. April 2022, doi:10.1001/jamadermatol.2022.1034

 

(kvk)

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