Adjvuante Strahlentherapie bei Gebärmutterhalskrebs

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Intensitätsmodulierte Strahlentherapie ist offenbar verträglicher als die herkömmliche Strahlentherapie und ebenso erfolgreich.

Bei Gebärmutterhalskrebs kann in manchen Fällen eine unterstützende adjuvante Strahlentherapie nach der Operation die Überlebensaussichten verbessern. Dabei lässt sich offenbar mit neuen Strahlenmethoden wie der intensitätsmodulierten Strahlentherapie die Rate von strahlentherapiebedingten Spätkomplikationen senken, ohne dass im Vergleich zur herkömmlichen Strahlentherapie der Therapieerfolg leidet. Das zeigen die Ergebnisse einer Phase III-Studie in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology.

Bei neueren Strahlenverfahren wie der intensitätsmodulierten Strahlentherapie werden die Strahlen gezielter auf das Tumorgewebe gerichtet. Dadurch ist eine intensivere Bestrahlung des Tumors bei gleichzeitig größerer Schonung des umgebenden gesunden Gewebes möglich. In der Studie wurden insgesamt 300 Patientinnen mit entweder intensitätsmodulierter oder herkömmlicher Strahlentherapie behandelt.

In der Beobachtungszeit traten in der herkömmlichen Bestrahlungsgruppe doppelt so häufig Spätkomplikationen im Verdauungstrakt auf wie in der Gruppe mit intensitätsmodulierter Bestrahlung. Auch andere Spätkomplikationen waren nach der herkömmlichen Strahlentherapie häufiger. Gleichzeitig unterschieden sich das rückfallfreie Überleben und das krankheitsfreie Überleben in den beiden Behandlungsgruppen nicht signifikant.

Durch die Anwendung der intensitätsmodulierten Strahlentherapie bei Gebärmutterhalskrebs könne, so die Einschätzung der Studienautoren, die Strahlendosis, die auf den Darm trifft, reduziert werden. Dies senke offenbar die Häufigkeit von Spätkomplikationen in diesem Bereich. Der Therapieerfolg werde durch die neue Strahlenmethode nicht gefährdet.

 

Quelle:

Chopra S et al. Late Toxicity After Adjuvant Conventional Radiation Versus Image-Guided Intensity-Modulated Radiotherapy for Cervical Cancer (PARCER): A Randomized Controlled Trial. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 10. September 2021, DOI: 10.1200/JCO.20.02530

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 26.10.2021 15:59