Adjuvante Immuntherapie bei Nierenkrebs

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Das krankheitsfreie Überleben kann bei Patienten mit hohem Rückfallrisiko verbessert werden.

Bei Patienten mit klarzelligem Nierenkrebs, die nach der Operation ein hohes Risiko für einen Rückfall haben, kann eine unterstützende, sogenannte adjuvante Immuntherapie mit einem PD1-Blocker das krankheitsfreie Überleben signifikant verbessern. Das zeigen die Zwischenergebnisse einer Phase III-Studie, die in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden.

An der Studie nahmen Patienten teil, bei denen durch Untersuchungen festgestellt wurde, dass sie nach der Operation ein erhöhtes Risiko für einen Rückfall haben werden. Bei einigen von ihnen waren bereits Tochtergeschwülste in anderen Organen, sogenannte Metastasen, festgestellt und bei der Operation entfernt worden. 496 Patienten erhielten nach dem chirurgischen Eingriff eine adjuvante Immuntherapie mit einem PD1-Blocker, 498 erhielten ein Scheinmedikament (Placebo) – jeweils alle drei Wochen bis zu ein Jahr lang.

Die adjuvante Immuntherapie war im Vergleich zu Placebo mit einem signifikant längeren krankheitsfreien Überleben verbunden. Auch waren in der Immuntherapiegruppe nach 24 Monaten mit rund 97 Prozent mehr Patienten noch am Leben als in der Placebogruppe mit 93,5 Prozent. Ein Drittel der mit Immuntherapie Behandelten erlitten Nebenwirkungen Grad 3 oder mehr, in der Placebogruppe waren es rund 18 Prozent. Zu therapiebedingten Todesfällen kam es nicht.

Offenbar, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, könne bei Patienten mit Nierenkrebs und hohem Rückfallrisiko durch eine adjuvante Immuntherapie mit dem PD1-Blocker die krankheitsfreie Zeit verlängert werden.

 

Quelle:

Choueiri TK et al. Adjuvant Pembrolizumab after Nephrectomy in Renal-Cell Carcinoma. New England Journal of Medicine 2021, 385:683-94

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 17.09.2021 15:30