Adjuvante Chemotherapie bei lokal fortgeschrittenem Darmkrebs

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Die Prognose hat sich mit der Einführung neuer Therapieregime verbessert.

Seit ca. 15 Jahren ist die unterstützende (adjuvante) Chemotherapie mit 5-Fluorouracil, Leukovorin und Oxaliplatin, das sogenannte FOLFOX- oder FLOX-Regime, bei der Behandlung von Patienten mit operiertem Darmkrebs Standard. Die Prognose hat sich für Patienten mit lokal fortgeschrittenem Darmkrebs im Stadium III infolgedessen deutlich verbessert, wie eine Studie US-amerikanischer Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Annals of Oncology zeigt.

In der Studie analysierten die Forscher die Daten von Patienten mit Darmkrebs im Stadium III aus den Zeiträumen 1998-2003 und 2004-2009. Im Zeitraum 2004-2009 waren die Patienten mit FOLFOX oder FLOX behandelt worden, im früheren Zeitraum hatten sie noch andere Chemotherapien erhalten.

Die Patienten der neuen Therapieära hatten bessere Überlebensaussichten als die Patienten der alten: Die Zeit, bis ein Rückfall auftrat, das krankheitsfreie Überleben, das Überleben nach einem Rückfall und das Gesamtüberleben verbesserten sich nach der Einführung von FOLFOX bzw. FLOX. Diese Überlebensvorteile blieben auch dann bestehen, wenn in der Analyse Faktoren wie Lebensalter höher als 45 Jahre, ein Tumorstadium mit niedrigem Risiko für einen Rückfall, die Lage des Tumors und das Vorliegen bestimmter Mutationen in den Krebszellen berücksichtigt wurden.

Die Einführung von FOLFOX bzw. FLOX in der adjuvanten Chemotherapie hat sich, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, gelohnt: Patienten mit Darmkrebs im Stadium III profitieren davon gegenüber früheren Zeiten mit besseren Überlebensaussichten.

 

Quelle:

Yin J et al. Evaluation of the change of outcomes over a 10-year period in patients with stage III colon cancer: pooled analysis of. Annals of Oncology 2020, 31(4):480-6

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 19.10.2020 22:38