Fort- und Weiterbildung Psychoonkologie

Gemeinsam mit der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie (dapo) und der gesellschaftsinternen Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie (PSO) erstellt die Deutsche Krebsgesellschaft Kriterien für die psychoonkologische Fort- und Weiterbildung.

Ziel der Fortbildung ist die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten in allen Teilgebieten der Psychoonkologie mit Schwerpunkt auf die Diagnostik und Interventionen bei erwachsenen Krebspatienten und deren Angehörigen. Für eine Anerkennung durch die Deutsche Krebsgesellschaft müssen folgende thematische Schwerpunkte im curricularen Fort- und Weiterbildungskonzept enthalten sein:

  • psychologische und medizinische Grundlagen der Psychoonkologie,
  • psychosoziale Aspekte der Krebserkrankung in allen Krankheits- und Behandlungsphasen, einschließlich Rehabilitation und Nachsorge, Progredienz, Palliativ- und Hospizsituation,
  • Theorie und Praxis (Fallarbeit) einer für Krebspatienten und deren Angehörige spezifischen psychosozialen und psychotherapeutischen Therapie,
  • Forschungsmethoden und Forschungsergebnisse der Psychoonkologie,
  • Strukturen psychoonkologischer Versorgung,
  • sozialrechtliche Grundlagenkenntnisse,
  • Selbsterfahrung und kritische Reflexion der eigenen beruflichen Praxis.

Spezielle Anerkennungsgrundlagen

Unterschieden wird zwischen obligatorischen und optionalen Kriterien des Curriculums. Für eine Anerkennung durch die Deutsche Krebsgesellschaft müssen alle obligatorischen Merkmale erfüllt sein.

Optionale Merkmale (in der Checkliste durch Kursivschrift gekennzeichnet) sind nicht unbedingt vorzuweisen, stellen aber ein zusätzliches Qualitätskriterium dar und werden von der Deutschen Krebsgesellschaft empfohlen.

Einzureichende Unterlagen

Es sind folgende Unterlagen in Papierform und jeweils dreifacher Ausfertigung einzureichen:

  • Selbstbeschreibungsbogen. Darin ist darzulegen, wie die in der Checkliste genannten Punkte erfüllt werden. Empfohlen wird, dafür ebenfalls eine Tabellenform in Anlehnung an die Checkliste zu wählen.
  • Inhalte des Curriculums,
  • Programme aller Einzelkurse (z. B. verschiedener Blöcke),
  • Ausschreibung des Angebotes (z. B. Flyer, Internet),
  • Anmeldeformulare,
  • Referentenverzeichnis (mit Angaben über Qualifikation, Zusatzqualifikation, Herkunftsdisziplin, Berufserfahrungen),
  • Qualifikationsnachweis und Lebenslauf der Kursleiter, der Kasuistikleiter und Selbsterfahrungsleiter,
  • Evaluationsbogen und Auswertung bisheriger Evaluationen, falls vorhanden,
  • Beschreibung der Anforderungen an die Abschlussarbeit,
  • ggf. weitere Belege, die die Erfüllung der Kriterien belegen können.

Ablauf des Verfahrens

Die Prüfung erfolgt anhand der eingereichten Unterlagen durch eine Kommission, die aus Fachvertretern der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie (dapo) und der Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie (PSO) der Deutschen Krebsgesellschaft besteht. Die Begutachtung erfolgt in einem Zeitraum von zwölf Wochen nach Eingang aller erforderlichen Unterlagen bei den Gutachtern. Genügt ein Curriculum nicht den Anerkennungskriterien, kann es entsprechend der Empfehlungen der Kommission überarbeitet und wieder vorgestellt werden.

Gebühren

Für die Bearbeitung ist eine Gebühr von 500 Euro zeitgleich mit der Antragstellung zu entrichten. Die Anerkennung ist drei Jahre lang gültig, für die Fortführung der Anerkennung ist eine erneute Prüfung zu beantragen. Sollten während dieser drei Jahre anerkennungsrelevante Änderungen am Curriculum vorgenommen werden, sind diese der Deutschen Krebsgesellschaft unaufgefordert schriftlich mitzuteilen.

Weiterbildung: von der Deutschen Krebsgesellschaft anerkannte Anbieter

Erneute Überprüfung nach drei Jahren

Nach erfolgreicher Begutachtung durch externe Gutachter erkennt die Deutsche Krebsgesellschaft Curricula zur psychoonkologischen Fort- und Weiterbildung für drei Jahre an. Nach Ablauf dieser Zeit muss die Anerkennung erneut überprüft werden, um sicherzustellen, dass die Qualitätskriterien weiterhin eingehalten werden.

Wie bei der Erstantragstellung sind die erforderlichen Unterlagen in Papierform und in dreifacher Ausfertigung einzureichen. Dabei ist darzustellen, inwieweit es inhaltliche, personelle oder organisatorische Änderungen seit der letzten Begutachtung gab. Es gelten die gleichen Prüfungskonditionen wie bei der erstmaligen Anerkennung.

Wenn die Unterlagen ein halbes Jahr vor Ablauf der bisher gültigen Anerkennung eingereicht werden, ist – ein positives Votum der Gutachter vorausgesetzt – eine lückenlose Fortführung der Anerkennung möglich. Es liegt im Interesse der Antragsteller, diese Frist einzuhalten.

Bankverbindung

Kontoinhaber: DKG/PSO
IBAN: DE59 5005 0201 0200 2385 07
BIC: HELADEF1822
Bank: Frankfurter Sparkasse
Stichwort: Anerkennung Curricula

Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle:

Deutsche Krebsgesellschaft
Anita Günther
Kuno-Fischer-Str. 8
14057 Berlin
Tel: 030 322932980
Fax: 030 322932966
E-Mail: guenther@krebsgesellschaft.de