Die PREFERE-Studie

Die PREFERE-Studie ist die weltweit größte Studie zum lokal begrenzten Prostatakarzinom. Erstmalig werden alle in Frage kommenden Therapieoptionen in einer prospektiven randomisierten Studie miteinander verglichen. Das sind:

  1. die vollständige Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie),
  2. die Strahlentherapie von außen über die Haut (perkutane Strahlentherapie),
  3. die Bestrahlung durch dauerhaft in der Prostata platzierte kleine Strahlenquellen (permanente Seed Implantation oder Brachytherapie),
  4. eine aktive Überwachung (Active Surveillance) mit regelmäßigen medizinischen Kontrollen, bei der die Behandlung einsetzt, wenn die Erkrankung fortschreitet.

Studienziel

Ob die oben genannten Methoden 2, 3 und 4 in Bezug auf die Tumorheilung und unter Berücksichtigung der Nebenwirkungen und Komplikationen einer Operation gleichwertig oder zumindest nicht unterlegen sind, wurde bisher nicht in einer wissenschaftlich hochwertigen Studie untersucht. Dies soll nun durch die Deutsche Prostatakrebsstudie PREFERE geschehen. Neben der Wirksamkeit der Therapien und den therapieassoziierten Nebenwirkungen bzw. Komplikationen werden auch die Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten untersucht.

Wer kann teilnehmen?

An der PREFERE-Studie können Männer teilnehmen, bei denen der Prostatakrebs kürzlich festgestellt wurde und bei denen die Erkrankung noch nicht weit fortgeschritten ist. Zudem darf noch keine Behandlung des Prostatakrebses stattgefunden haben. Über einen Zeitraum von vier Jahren sollen insgesamt 7.600 Patienten in die Studie eingeschlossen werden. Die Teilnehmer werden über einen Zeitraum von mindestens 13 Jahren bis zum Studienende nachbeobachtet. Die Studie wird von einem breiten Bündnis getragen, so auch von der Deutsche Krebsgesellschaft.

Nähere Informationen für Patienten und Ärzte finden Sie auf der Webseite der PREFERE-Studie.