Abgeschlossene Projekte der Versorgungsforschung

Evaluation der StudyBox

Die StudyBox ist eine internetbasierte Plattform für Patienten und Ärzte. Sie gibt einen Überblick über Studien, die in zertifizierten Zentren durchgeführt werden. In der StudyBox registrierte Studien durchlaufen einen Begutachtungsprozess; sie werden akkreditiert und in der StudyBox gelistet, wenn sie von hoher inhaltlicher Qualität und besonderer Bedeutung für zertifizierte Zentren sind. Die Begutachtung sowie Akkreditierung der Studien erfolgt durch Mitglieder des Studienboards. Benannt werden diese von der Zertifizierungskommission Viszeralonkologische Zentren für die Bereiche Gastroenterologie und Viszeralchirugie, von Vertretern der ADDZ (Arbeitsgemeinschaft deutscher Darmkrebszentren) sowie der Geschäftsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

In der momentanen Pilotphase erfasst die StudyBox Studien an DKG-zertifizierten Darmkrebszentren. Über die Suchfunktion in der StudyBox können erkrankungs- und stadienspezifische Studien identifiziert werden. Die StudyBox zeigt zudem, welche Studien aktuell Patienten rekrutieren und welche bereits geschlossen sind. Hier geht es zur StudyBox.

  • Beteiligte Einrichtungen
    Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
    OnkoZert
    Arbeitsgemeinschaft deutscher Darmkrebszentren (ADDZ)

  • Förderer
    Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

  • Laufzeit
    18 Monate

  • Publikationen
    Kowalski C, Wesselmann S, Ferencz J, Post S, Seufferlein T. (2016) Die StudyBox für Darmkrebsstudien. DKG Forum 31: DOI 10.1007/s12312-016-0128-3.

    Kowalski C, Jena S, Kliemann D, Antes G. (2015) Zur Diskussion: Studienregister fur die Onkologie nutzen - StudyBox und Deutsches Register Klinischer Studien. Z Evid Fortbild Qual Gesundhwes 109(6): 431-436.

    Kowalski C, Ferencz J, Benz S, Post S, Seufferlein T, Stinner B, Penzes O, Wesselmann S. (2016) Hemmende und fördernde Faktoren bei der Durchführung von Studien – Die Sicht von Darmkrebszentrumskoordinatorinnen und –koordinatoren. Zeitschrift für Gastroenterologie 54: 409–415.

  • Abschlussbericht
    Hier geht’s zum Abschlussbericht auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit:

    Kurzbericht:
    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/publikationen/ministerium/details.html?bmg%5Bpubid%5D=3215

    Abschlussbericht:
    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/publikationen/ministerium/details.html?bmg%5Bpubid%5D=3216

  • Webseite
    www.studybox.de

  • Ansprechpartner
    Dr. Christoph Kowalski (kowalski@krebsgesellschaft.de)

NWOB

NWOB

Organisationen der Gesundheitsversorgung (z. B. Arztpraxen, Krankenhäuser) stehen vor der Herausforderung, eine bestmögliche Versorgung zu leisten und zugleich wirtschaftlich tragfähig zu sein. Hierbei müssen die Interessen ganz verschiedener Akteursgruppen innerhalb und außerhalb der Organisation berücksichtigen (z. B. Patienten, Mitarbeiter, Kostenträger, Kooperationspartner), die alle dem Erfolg zu- oder abträglich sein können. Kontextfaktoren (z. B. länderspezifische Gesetzgebungen) beeinflussen die Organisationen zusätzlich. Nicht alle diese Herausforderungen sind dabei spezifisch für Organisationen der Gesundheitsversorgung, sondern vielfach so oder ähnlich auch bei anderen Organisationstypen zu finden. Klar ist allerdings, dass große Unterschiede zwischen Organisationen der Gesundheitsversorgung bestehen. Diese Unterschiede betreffen beispielsweise die personelle und apparative Ausstattung, das Arbeitsklima und letztlich auch die erbrachte Versorgungsqualität.

Das Ziel des Netzwerks NWOB (Network on Organizational Behaviour in Healthcare - Organisationales Verhalten in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung in Deutschland: Theoretische Ansätze, Methoden und Ergebnisse) ist es, organisationale Spezifika von Einrichtungen der Gesundheitsversorgung in den Blick zu nehmen, d. h. die formalen Organisationen, deren Zweck, Kontext und Umwelt sowie das Verhalten von Personen innerhalb dieser Organisationen und deren Auswirkung auf den Erfolg der Organisationen zu untersuchen.

Das Netzwerk besteht aus 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Verbänden in Deutschland und ist interdisziplinär zusammengesetzt. Sie ist aus der AG Versorgungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) entstanden.

 

Beteiligte Einrichtungen

Universität Freiburg (PD Dr. Mirjam Körner, Sprecher des Netzwerks)

Deutsche Krebsgesellschaft (Dr. Christoph Kowalski, Sprecher des Netzwerks)

Universität Hamburg

Universität Bremen

Universität Lübeck

Universität Bonn

Universität zu Köln

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Medizinische Hochschule Hannover

Universität Oldenburg

 

Förderer

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

Laufzeit

Juli 2014 – Dezember 2018

 

Publikationen

Körner M, Ansmann L, Schwarz B, Kowalski C. (2018). Organizational Behaviour in Healthcare – Theoretical Approaches, Methods and Empirical Results. Wien, Niederlassung Zürich: LIT Verlag.

 

Ansprechpartner

Dr. Christoph Kowalski

SoBoP

Die Soziale Arbeit ist ein wichtiges Element in der Versorgung von Krebspatienten und Angehörigen. In der SoBoP-Studie (Sozialdienstliche Betreuung onkologischer Patienten in Deutschland) wurden ambulant und stationär tätige Sozialarbeiter/innen und Sozialpädagog/innen befragt, um die spezifischen Tätigkeitsinhalte sowie den Zeitumfang bei der Betreuung onkologischer Patienten zu ermitteln. Des Weiteren wurden die Arbeitsbedingungen und die arbeitsspezifischen Ressourcen und Belastungen gemessen. 

Die Befragung wurde unter den Mitgliedern der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG), die in der praktischen Versorgungsarbeit tätig sind, durchgeführt. Es wurde ein von jedem Befragten einmalig auszufüllender Onlinefragebogen genutzt.

Die Studienergebnisse liefern einen Überblick über das Tätigkeitsfeld sowie berufsbezogenen Ressourcen und Belastungen der Befragten. Erste Ergebnisse sind in Form von Beiträgen im Forum Sozialarbeit + Gesundheit veröffentlicht und können in der Rubrik "Fachartikel der DKG" kostenlos heruntergeladen werden.

  • Beteiligte Einrichtungen
    Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)
    Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
    Institut für Medizinische Soziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln

  • Förderer
    Die Studie wurde aus Eigenmitteln finanziert.

  • Laufzeit
    September 2014 bis September 2016

  • Publikationen
    Kowalski C, Nitzsche A, Adolph H, Walther J, Rösler M. (2016) Sozialarbeiterische Beratungsinhalte bei onkologischen Patienten – Ergebnisse der DVSG-Mitglieder-Befragung 2016 Teil III. Forum Sozialarbeit + Gesundheit 3/2016: 34-39.

    Nitzsche A, Adolph H, Kowalski C. (2016) Ressourcen und Belastungen in der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen – Ergebnisse der DVSG-Mitglieder-Befragung. Forum Sozialarbeit + Gesundheit 2/2016: 28-32.

    Adolph H, Kowalski C, Nitzsche A, Weis I. (2016) DVSG-Mitgliederbefragung 2015. Teil I – Fallbezogene und nicht-fallbezogene Tätigkeiten in Beratung. Forum Sozialarbeit + Gesundheit 1/2016: 41-43.

  • Ansprechpartner
    Dr. Christoph Kowalski (kowalski@krebsgesellschaft.de)


PIAT

Die PIAT-Studie

Ziel der PIAT-Studie (Breast cancer patients´ information and training needs), die unter Federführung des Instituts für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln durchgeführt wurde (Univ.-Prof. Dr. Holger Pfaff), war die Erfassung des Bedarfs an Informations- und Schulungsmaßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz von Patientinnen und Patienten mit einem Mammakarzinom.

Um diesen Bedarf ermitteln zu können, wurden im Anschluss an Fokusgruppendiskussionen und teilstandardisierte Einzelinterviews in einer prospektiven multizentrischen Kohortenbefragung Patientinnen zu drei Messzeitpunkten schriftlich befragt. Des Weiteren wurden einmalig Brustkrebszentren befragt, um die Prozess- und Strukturdaten sowie die Organisationsmerkmale zu ermitteln. Die Studienergebnisse sollten Möglichkeiten aufzeigen, die Gesundheitskompetenz der Patientinnen zu verbessern sowie die Entwicklung  von bedarfsgerechten Informations- und Schulungsmaßnahmen für Betroffene zu fördern.

Bundesweit nahmen 48 Brustkrebszentren mit insgesamt 60 Standorten teil. Die PIAT-Studie ermittelte, dass Patient/Innen vielfältige Informationsbedürfnisse haben und über eine „gute bis mittlere“ Gesundheitskompetenz verfügen. Schulungsangebote für Patient/Innen wurde fast gar nicht wahrgenommen. 

  • Beteiligte Einrichtungen
    Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln
    Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
    Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
    Pädagogische Hochschule Freiburg

  • Förderer
    Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im Rahmen der Ressortforschung „Forschung im Nationalen Krebsplan“

  • Laufzeit
    März 2012 bis März 2015

  • Publikationen
    Halbach SM, Ernstmann N, Kowalski C, Pfaff H, Pförtner TK, Wesselmann S, Enders A. Unmet information needs and limited health literacy in newly diagnosed breast cancer patients over the course of cancer treatment. Patient Educ Couns, DOI: 10.1016/j.pec.2016.06.028.

    Halbach SM, Schmidt A, Kowalski C, Pfaff H, Wesselmann S, Pförtner TK, Wirtz M, Ernstmann N. (2016). Health literacy and fear of cancer progression in elderly women newly diagnosed with breast cancer-A longitudinal analysis. Patient Educ Couns 99(5): 855-862.

    Schmidt A, Ernstmann N, Wesselmann S, Pfaff H, Witz M, Kowalski C. (2016). After initial treatment for primary breast cancer: information needs, health literacy, and the role of health care workers. Support Care Cancer 24(2): 563-571.

    Schmidt A, Kowalski C, Pfaff H, Wesselmann S, Wirtz M, Ernstmann N. (2015). The Influence of Health Literacy on Information Needs Among Women Newly Diagnosed With Breast Cancer, With Special Reference to Employment Status. J Health Commun 20(10): 1177-1184.'

    Schmidt A, Wesselmann S, Kowalski C. (2015). Informationsbedürfnisse und Informationsprozesse in zertifizierten Zentren am Beispiel der Brustkrebszentren – Ergebnisse der PIAT-Studie. DKG Forum 30: 218-223.

    Kowalski C, Lee, S-YL, Schmidt A, Wesselmann S, Wirtz MA, Pfaff H, Ernstmann N. (2015). The health-literate health care organization 10 item questionnaire (HLHO-10): Development and validation. BMC Health Services Research 15: 47.

    Ansprechpartner:
    Dr. Christoph Kowalski (kowalski@krebsgesellschaft.de)