Abgeschlossene Projekte der Versorgungsforschung

SoBoP

Die Soziale Arbeit ist ein wichtiges Element in der Versorgung von Krebspatienten und Angehörigen. In der SoBoP-Studie (Sozialdienstliche Betreuung onkologischer Patienten in Deutschland) wurden ambulant und stationär tätige Sozialarbeiter/innen und Sozialpädagog/innen befragt, um die spezifischen Tätigkeitsinhalte sowie den Zeitumfang bei der Betreuung onkologischer Patienten zu ermitteln. Des Weiteren wurden die Arbeitsbedingungen und die arbeitsspezifischen Ressourcen und Belastungen gemessen. 

Die Befragung wurde unter den Mitgliedern der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG), die in der praktischen Versorgungsarbeit tätig sind, durchgeführt. Es wurde ein von jedem Befragten einmalig auszufüllender Onlinefragebogen genutzt.

Die Studienergebnisse liefern einen Überblick über das Tätigkeitsfeld sowie berufsbezogenen Ressourcen und Belastungen der Befragten. Erste Ergebnisse sind in Form von Beiträgen im Forum Sozialarbeit + Gesundheit veröffentlicht und können in der Rubrik "Fachartikel der DKG" kostenlos heruntergeladen werden.

  • Beteiligte Einrichtungen
    Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)
    Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
    Institut für Medizinische Soziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln

  • Förderer
    Die Studie wurde aus Eigenmitteln finanziert.

  • Laufzeit
    September 2014 bis September 2016

  • Publikationen
    Kowalski C, Nitzsche A, Adolph H, Walther J, Rösler M. (2016) Sozialarbeiterische Beratungsinhalte bei onkologischen Patienten – Ergebnisse der DVSG-Mitglieder-Befragung 2016 Teil III. Forum Sozialarbeit + Gesundheit 3/2016: 34-39.

    Nitzsche A, Adolph H, Kowalski C. (2016) Ressourcen und Belastungen in der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen – Ergebnisse der DVSG-Mitglieder-Befragung. Forum Sozialarbeit + Gesundheit 2/2016: 28-32.

    Adolph H, Kowalski C, Nitzsche A, Weis I. (2016) DVSG-Mitgliederbefragung 2015. Teil I – Fallbezogene und nicht-fallbezogene Tätigkeiten in Beratung. Forum Sozialarbeit + Gesundheit 1/2016: 41-43.

  • Ansprechpartner
    Dr. Christoph Kowalski (kowalski@krebsgesellschaft.de)


PIAT

Die PIAT-Studie

Ziel der PIAT-Studie (Breast cancer patients´ information and training needs), die unter Federführung des Instituts für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln durchgeführt wurde (Univ.-Prof. Dr. Holger Pfaff), war die Erfassung des Bedarfs an Informations- und Schulungsmaßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz von Patientinnen und Patienten mit einem Mammakarzinom.

Um diesen Bedarf ermitteln zu können, wurden im Anschluss an Fokusgruppendiskussionen und teilstandardisierte Einzelinterviews in einer prospektiven multizentrischen Kohortenbefragung Patientinnen zu drei Messzeitpunkten schriftlich befragt. Des Weiteren wurden einmalig Brustkrebszentren befragt, um die Prozess- und Strukturdaten sowie die Organisationsmerkmale zu ermitteln. Die Studienergebnisse sollten Möglichkeiten aufzeigen, die Gesundheitskompetenz der Patientinnen zu verbessern sowie die Entwicklung  von bedarfsgerechten Informations- und Schulungsmaßnahmen für Betroffene zu fördern.

Bundesweit nahmen 48 Brustkrebszentren mit insgesamt 60 Standorten teil. Die PIAT-Studie ermittelte, dass Patient/Innen vielfältige Informationsbedürfnisse haben und über eine „gute bis mittlere“ Gesundheitskompetenz verfügen. Schulungsangebote für Patient/Innen wurde fast gar nicht wahrgenommen. 

  • Beteiligte Einrichtungen
    Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln
    Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
    Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
    Pädagogische Hochschule Freiburg

  • Förderer
    Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im Rahmen der Ressortforschung „Forschung im Nationalen Krebsplan“

  • Laufzeit
    März 2012 bis März 2015

  • Publikationen
    Halbach SM, Ernstmann N, Kowalski C, Pfaff H, Pförtner TK, Wesselmann S, Enders A. Unmet information needs and limited health literacy in newly diagnosed breast cancer patients over the course of cancer treatment. Patient Educ Couns, DOI: 10.1016/j.pec.2016.06.028.

    Halbach SM, Schmidt A, Kowalski C, Pfaff H, Wesselmann S, Pförtner TK, Wirtz M, Ernstmann N. (2016). Health literacy and fear of cancer progression in elderly women newly diagnosed with breast cancer-A longitudinal analysis. Patient Educ Couns 99(5): 855-862.

    Schmidt A, Ernstmann N, Wesselmann S, Pfaff H, Witz M, Kowalski C. (2016). After initial treatment for primary breast cancer: information needs, health literacy, and the role of health care workers. Support Care Cancer 24(2): 563-571.

    Schmidt A, Kowalski C, Pfaff H, Wesselmann S, Wirtz M, Ernstmann N. (2015). The Influence of Health Literacy on Information Needs Among Women Newly Diagnosed With Breast Cancer, With Special Reference to Employment Status. J Health Commun 20(10): 1177-1184.'

    Schmidt A, Wesselmann S, Kowalski C. (2015). Informationsbedürfnisse und Informationsprozesse in zertifizierten Zentren am Beispiel der Brustkrebszentren – Ergebnisse der PIAT-Studie. DKG Forum 30: 218-223.

    Kowalski C, Lee, S-YL, Schmidt A, Wesselmann S, Wirtz MA, Pfaff H, Ernstmann N. (2015). The health-literate health care organization 10 item questionnaire (HLHO-10): Development and validation. BMC Health Services Research 15: 47.

    Ansprechpartner:
    Dr. Christoph Kowalski (kowalski@krebsgesellschaft.de)