Darmkrebs-Präventionspreis

Der Darmkrebs-Präventionspreis ist eine Initiative der Deutschen Krebsgesellschaft, der Stiftung LebensBlicke und der Deutschen Krebsstiftung. Die Organisationen setzen sich gemeinsam für eine bessere Darmkrebsvorsorge und -früherkennung ein. Mit dem Darmkrebs-Präventionspreis (bis 2014 Darmkrebs-Kommunikationspreis) werden jährlich herausragende Projekte und Forschungsergebnisse in diesem Bereich ausgezeichnet. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsleiden in Deutschland. Wird er in einem frühen Stadium entdeckt, stehen die Chancen auf Heilung gut. Seit 2002 können gesetzlich Krankenversicherte erweiterte Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch nehmen: den Stuhlbluttest ab 50 Jahren jährlich bis 55, ab 55 die Vorsorge-Darmspiegelung mit Wiederholung nach zehn Jahren bei unauffälligem Erstbefund. Bislang erfolgte der Nachweis auf Blut im Stuhl mittels eines chemischen Tests; zurzeit wird auf quantitative immunologische Verfahren umgestellt. Sie weisen den Blutfarbstoff Hämoglobin mit einem Antikörper nach und erkennen Darmkrebs sowie gutartige Wucherungen im Darm, die sich möglicherweise zu Krebs entwickeln, zuverlässiger als chemische Tests. Die Darmspiegelung ist derzeit der Goldstandard mit einer Spezifität und Sensitivität von über 95 %, wird aber durch die Berechtigten nur wenig in Anspruch genommen.

Darmkrebs-Präventionspreis 2016

Der Darmkrebs-Präventionspreis 2016 ging an Prof. Dr. Ulrike Haug vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in Bremen. Die renommierte Wissenschaftlerin erhielt den Preis für eine Studie zum Einsatz quantitativer immunologischer Tests auf Blut im Stuhl in der Darmkrebsfrüherkennung. Die Verleihung fand am Weltkrebstag, dem 4. Februar 2017, auf Schloss Biebrich in Wiesbaden statt.

Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung zur Verleihung des Darmkrebs-Präventionspreises 2016.

Verleihung des Darmkrebs-Präventionspreises an Prof. Dr. Ulrike Haug
v.l.: Prof. Riemann (Stiftung LebensBlicke), Prof. Albers (DKG), Prof. Dr. Ulrike Haug (Preisträgerin), Stefan Grüttner (hessischer Sozialminister) und Tom Buhrow (Schirmherr der Deutschen Krebsstiftung) | Quelle: Hessische Krebsgesellschaft/Andreas Mann

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