Darmkrebs-Präventionspreis

Der Darmkrebs-Präventionspreis ist eine Initiative der Deutschen Krebsgesellschaft, der Stiftung LebensBlicke und der Deutschen Krebsstiftung. Die Organisationen setzen sich gemeinsam für eine bessere Darmkrebsvorsorge und -früherkennung ein. Mit dem Darmkrebs-Präventionspreis (bis 2014 Darmkrebs-Kommunikationspreis) werden jährlich herausragende Projekte und Forschungsergebnisse in diesem Bereich ausgezeichnet. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsleiden in Deutschland. Wird er in einem frühen Stadium entdeckt, stehen die Chancen auf Heilung gut. Seit 2002 können gesetzlich Krankenversicherte erweiterte Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch nehmen: den Stuhlbluttest ab 50 Jahren jährlich bis 55, ab 55 die Vorsorge-Darmspiegelung mit Wiederholung nach zehn Jahren bei unauffälligem Erstbefund. Bislang erfolgte der Nachweis auf Blut im Stuhl mittels eines chemischen Tests; zurzeit wird auf quantitative immunologische Verfahren umgestellt. Sie weisen den Blutfarbstoff Hämoglobin mit einem Antikörper nach und erkennen Darmkrebs sowie gutartige Wucherungen im Darm, die sich möglicherweise zu Krebs entwickeln, zuverlässiger als chemische Tests. Die Darmspiegelung ist derzeit der Goldstandard mit einer Spezifität und Sensitivität von über 95 %, wird aber durch die Berechtigten nur wenig in Anspruch genommen.

Welche Projekte können eingereicht werden?

Die Einreichung aussagekräftiger Bewerbungsunterlagen ist ab sofort möglich, die Ausschreibungsfrist endet am 9. März 2018.

Für den Darmkrebs-Präventionspreis 2017 können Untersuchungen oder Projekte aus folgenden Bereichen eingereicht werden:

  1. Forschungsarbeiten, die zur Verbesserung der bestehenden Früherkennungsangebote beigetragen haben oder neue Möglichkeiten für die Darmkrebsfrüherkennung eröffnen
  2. Studien zur Evaluation der Wirksamkeit, der Ökonomie und des Qualitätsmanagements der Darmkrebsfrüherkennung
  3. Informations- und Beratungsangebote, die die Aufklärung und Motivation der Bevölkerung im Bereich der Darmkrebsvorsorge und -früherkennung verbessern und zur „Informierten Entscheidungsfindung“ beitragen.

 

Wer kann sich bewerben?

Angesprochen sind Ärzte, Wissenschaftler, Firmen, öffentliche Einrichtungen oder Organisationen im deutschen Sprachraum; dabei werden sowohl Vorschläge der Akteure selbst oder Dritter akzeptiert. Die Bewerbung sollte eine Beschreibung des Projekts oder der Forschungsarbeit (einschließlich Projektdurchführung und Auswertung) enthalten, wenn möglich, sollte das Projekt anhand einer oder mehrerer wissenschaftlicher Publikationen dokumentiert sein, die im Zeitraum zwischen November 2016 und 31. Dezember 2017 erschienen sind oder zur Publikation angenommen wurden. Projektvorhaben oder Projektbeschreibungen ohne Auswertung können bei der Preisvergabe nicht berücksichtigt werden.

Auswahlverfahren

Die Beurteilung der eingereichten Vorschläge und die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Jury in nicht-öffentlicher Sitzung. Die Jury ist frei bei der Vergabe der Preisgelder. Sie kann auf die Vergabe des Preisgeldes verzichten, wenn ihr keine der eingereichten Arbeiten preiswürdig erscheint. Die Jury trifft ihre Entscheidung unter dem Aspekt der Relevanz für das Thema Darmkrebsprävention und unter Berücksichtigung des wissenschaftlichen Ansatzes, der erzielten Ergebnisse und der Umsetzbarkeit.

Preisverleihung

Die Preisverleihung findet 2018 in Berlin statt, das genaue Datum wird noch bekannt gegeben. Die Preisträger erklären sich bereit, an der Preisverleihung teilzunehmen und in kurzer Form über Ziele, Inhalte und Ergebnisse ihrer Arbeit zu berichten.

Partner und Sponsoren

Der Darmkrebs-Präventionspreis ist eine Initiative der Deutschen Krebsgesellschaft e.V., der Stiftung LebensBlicke und der Deutschen Krebsstiftung.

Die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. ist eine interdisziplinäre medizinische Fachgesellschaft, die sich dem Kampf gegen den Krebs widmet, gemäß dem Motto der Gesellschaft „Wissen teilen – Chancen nutzen“.

Die Stiftung LebensBlicke wurde als gemeinnützige Stiftung 1998 gegründet und hat sich um Ziel gesetzt, die Zahl der Darmkrebstoten in Deutschland bis zum Jahr 2020 zu halbieren.

Die Deutsche Krebsstiftung unterstützt die Maßnahmen und Aktionen der Deutschen Krebsgesellschaft durch Wissenschaftsförderung und Aufklärungsmaßnahmen.

Weitere Informationen unter www.krebsgesellschaft.de bzw. www.lebensblicke.de und www.deutsche-krebsstiftung.de.

Einreichung der Bewerbung

Bitte senden Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Beschreibung des Projekts, Auswertung und/oder Publikationen) einschließlich des ausgefüllten Anmeldeformulars an Dr. Katrin Mugele, mugele@krebsgesellschaft.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Einreichung der Unterlagen erkennt der Einreicher diese Bedingungen an.

Darmkrebs-Präventionspreis 2016

Der Darmkrebs-Präventionspreis 2016 ging an Prof. Dr. Ulrike Haug vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in Bremen. Die renommierte Wissenschaftlerin erhielt den Preis für eine Studie zum Einsatz quantitativer immunologischer Tests auf Blut im Stuhl in der Darmkrebsfrüherkennung. Die Verleihung fand am Weltkrebstag, dem 4. Februar 2017, auf Schloss Biebrich in Wiesbaden statt.

Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung zur Verleihung des Darmkrebs-Präventionspreises 2016.

Verleihung des Darmkrebs-Präventionspreises an Prof. Dr. Ulrike Haug
v.l.: Prof. Riemann (Stiftung LebensBlicke), Prof. Albers (DKG), Prof. Dr. Ulrike Haug (Preisträgerin), Stefan Grüttner (hessischer Sozialminister) und Tom Buhrow (Schirmherr der Deutschen Krebsstiftung) | Quelle: Hessische Krebsgesellschaft/Andreas Mann

Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle:

Dr. Katrin Mugele
Tel: 030 322932960
Fax: 030 322932922
E-Mail: mugele@krebsgesellschaft.de