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Benzol/Diesel
Benzol ist eindeutig krebserzeugend beim Menschen, denn es verursacht Leukämie (Blutkrebs).
Benzol wird aus Kohle oder Erdöl gewonnen. Das kleine, ringförmige Molekül - der einfachste aromatische Kohlenwasserstoff - ist ein wichtiger Rohstoff in der chemischen Industrie. Folglich sind Arbeiter in einigen Branchen diesem Gefahrstoff besonders ausgesetzt, obwohl die Exposition in den letzten Jahrzehnten abnahm.
Außerdem wird Benzol Motorkraftstoffen beigemischt und gelangt mit Kfz-Abgasen in die Luft, v. a. in verkehrsreichen Gebieten. Und schließlich enthält auch Zigarettenrauch Benzol.
Dieselabgase: Schädliche Rußteilchen
Alle Motorabgase enthalten eine Vielzahl von gas- und teilchenförmigen Substanzen, u. a. auch polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Bei den Abgasen von Dieselmotoren ist jedoch der Anteil von Festpartikeln (Ruß) größer als bei anderen Motoren.
Die Abgase von Dieselmotoren sind laut MAK-Werte-Liste der Deutschen Forschungsgemeinschaft (MAK, Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) auf Grund von Tierversuchen als beim Menschen krebserzeugend anzusehen. Für diesen Effekt sind wahrscheinlich nicht die PAK, sondern die winzigen Rußteilchen ausschlaggebend. Diese können beim Einatmen in die Lunge gelangen und dort Krebs verursachen.
Da Dieselruß hauptsächlich in Abgasen von Kraftfahrzeugen vorkommt, sind ihm v. a. Menschen mit entsprechenden Berufen und in Ballungsgebieten ausgesetzt.
(red)
Quellen:
K. Norpoth, H.-J. Woitowitz: Beruflich verursachte Tumoren, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 248-278
K.S. Zänker, N. Becker: Primäre Prävention, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 279-306
Aktualisiert am: 06.06.11 - 20:43