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UV-Strahlung – mehr als einfach nur Licht
UV-Strahlung ist die Abkürzung für „ultraviolette Strahlung“. Der Begriff „UV-Licht“ hat die gleiche Bedeutung. Diese natürlich vorkommende Strahlung ist energiereicher und kurzwelliger als das sichtbare Licht. Vom menschlichen Auge kann sie nicht wahrgenommen werden. Unter UV-Einfluss bildet die Haut den Farbstoff Melanin, der sich um die Zellkerne in der Oberhaut lagert und so die Erbsubstanz (DNA) in den Zellen vor Schäden durch die UV-Strahlen schützen soll. Der UV-Reiz fördert außerdem die Neubildung der Melanozyten, wodurch wiederum Melanin gebildet wird. So bräunt UV-Licht die Haut. Bildet die Haut allerdings zu wenig schützendes Melanin, schadet die UV-Strahlung – nicht nur kurzfristig in Form eines Sonnenbrands. Sie schädigt die DNA der Zellen und erhöht dadurch das Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Man unterscheidet drei Formen der UV-Strahlung: UV-A, UV-B und UV-C. Alle drei kommen in unterschiedlichen Anteilen im Sonnenlicht vor. Normalerweise gelangen jedoch nur UV-A- und UV-B-Strahlen an die Erdoberfläche. Der Anteil an UV-A-Strahlung, der die Erdoberfläche erreicht, ist etwa 500- bis 1000mal so hoch wie der der UV-B-Strahlung. Im Frühjahr und im Sommer, besonders gegen Mittag, sowie in der Nähe des Äquators ist die UV-Strahlung am intensivsten. Weil UV-Licht die Haut gefährdet, ist es sinnvoll, seine verschiedenen Wirkungen zu kennen.
UV-A-Strahlung
UV-A-Strahlung ist energieärmer und langwelliger als UV-B-Strahlung. Natürlicherweise kommt sie im Sonnenlicht vor. Künstlich erzeugte UV-A-Strahlung wird in Solarien eingesetzt. UV-A-Strahlung verändert Vorstufen des Hautfarbstoffs Melanin und führt darüber zu einer Bräunung der Haut, die schon innerhalb weniger Stunden nach dem Sonnenbad zu sehen ist. Außerdem kommt es durch die Anregung der pigmentbildenden Melanozyten zu einer längerfristigen Bräunung. UV-A-Strahlung verursacht unter natürlichen Bedingungen keinen Sonnenbrand im eigentlichen Sinn: Es kommt lediglich zu einer leichten Hautrötung. Da ein großer Teil der UV-A-Strahlung die Lederhaut erreicht, beschleunigt sie die natürliche Hautalterung und führt zur vorzeitigen Faltenbildung. Ungefährlich ist UV-A-Strahlung dennoch nicht. Sie kann die Erbsubstanz der Oberhautzellen schädigen und die Entwicklung von Hautkrebs fördern. So erhöht sie das Risiko, Jahrzehnte später an einem malignen Melanom zu erkranken.
UV-B-Strahlung
UV-B-Strahlung ist kurzwelliger und energiereicher als UV-A-Strahlung. Im Gegensatz zur UV-A-Strahlung kann sie die Zellen der Oberhaut in hohem Maße schädigen.
Kommt es – entweder durch intensive oder lange Strahleneinwirkung – zu einer ausgedehnten Zellschädigung der Oberhaut, sammelt sich zwischen und in den Zellen Gewebswasser. Ein so genanntes Ödem entsteht. Die geschädigten Oberhautzellen setzen außerdem Botenstoffe frei, die eine Entzündungsreaktion auslösen und die Blutgefäße der Lederhaut ausweiten. Die Gefäßerweiterung führt zur Rötung und das Ödem zur Schwellung der Haut – ein Sonnenbrand ist entstanden.
Je mehr UV-Strahlung der Körper ausgesetzt ist, desto schwerer sind langfristig die Schäden. Die Wirkung der UV-Strahlen zeigt sich allerdings meist erst Jahrzehnte später – in Form von Hautkrebs.
UV-Index
Der UV-Index: Informationen über das tägliche Sonnenbrandrisiko Die Strahlungsintensität der Sonne hängt von Faktoren wie dem Wetter, dem Sonnenstand oder der geographischen Lage einer Region ab. Um die Bevölkerung zeitnah über das regionale Sonnenbrandrisiko zu informieren, haben das Bundesamt für Strahlenschutz, das Umweltbundesamt und der Deutsche Wetterdienst den so genannten UV-Index eingeführt.
Was besagt der UV-Index? Messstationen ermitteln mehrmals wöchentlich die regionale Strahlenbelastung und berechnen daraus den regionalen UV-Index (kurz UVI genannt). Der international einheitliche UVI wird in vollen Zahlen angeben. Als Faustregel gilt: Je geringer der UVI, desto geringer ist die UV-Belastung. Ein UVI von Null entspricht also einer minimalen Belastung, wie sie bei uns meist in den Monaten Oktober bis Februar vorherrscht. In den sonnenreichen und warmen Sommermonaten erreichen die UV-Indizes Werte von bis zu acht.
| UV-Index |
Belastung |
Sonnenschutz |
| 0-1 |
niedrig |
nicht erforderlich |
| 2-4 |
mittel |
empfehlenswert |
| 5-7 |
hoch |
erforderlich |
| über 8 |
sehr hoch |
unbedingt erforderlich |
(red)
Quellen: K.S. Zänker, N. Becker: Primäre Prävention, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 279-306 Webseite der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e. V., http://www.unserehaut.de, Stand September 2010 Optische Strahlung, in: Webseite des Bundesamtes für Strahlenschutz, http://www.bfs.de/de/uv, Stand September 2010
Aktualisiert am: 05.06.11 - 14:49
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Sonnenschutzmittel sollten nicht nur vor UV-B-Strahlen, sondern auch vor UV-A-Strahlen schützen.
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