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Nebenwirkungen in den Griff bekommen
Beim Einsatz von Opiaten können zwei Nebenwirkungen auftreten, die man im Auge behalten sollte, damit man rechtzeitig gegensteuern kann: Verstopfung und Übelkeit. Opiate machen den Darm träge und können zu Verstopfung führen. Reichen dann regelmäßige Bewegung, ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr allein nicht mehr aus, um den Darm auf Trab zu halten, können zusätzlich Abführmittel eingenommen werden. Auch hier ist eine Absprache mit dem Arzt sinnvoll.
Mit Übelkeit und Erbrechen kämpfen manche Patienten vor allem in den ersten beiden Wochen einer Behandlung mit Opiaten. So genannte Antiemetika können als Zäpfchen, Tropfen oder Tabletten meist eine halbe Stunde vor der Schmerzmedikation eingenommen werden, so dass Übelkeit erst gar nicht entsteht.
Angst vor einer Abhängigkeit brauchen Schmerzpatienten bei der Einnahme von Opiaten nicht zu haben, denn Suchtgefahr besteht bei korrekter Einnahme kaum. Wer die Medikamente aus falscher Furcht unregelmäßig oder in zu geringer Dosis einnimmt, muss unnötigerweise Schmerzen ertragen.
Das Verlangen nach Schmerzmitteln ist kein Zeichen der Abhängigkeit, sondern der Hilferuf des Körpers nach Schmerzlinderung.
(red)
Quellen:
R. Hartenstein, U. R. Kleeberg: Schmerztherapie, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 2162-2179
Aktualisiert am: 31.05.11 - 14:18