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Hautkrebs – Früherkennung, Vorsorge

Es gibt verschiedene Hautkrebsarten, die unterschiedlich behandelt werden müssen. Eines gilt aber für alle Krebsarten: Je früher sie erkannt werden, desto größer sind die Heilungschancen.

Eigene Beobachtungsgabe ist wichtig

Die eigene Beobachtungsgabe ist die wichtigste Hilfe zur Früherkennung eines Hautkrebses, denn: Hautkrebsvorstufen sind sichtbar und tastbar.

Über regelmäßige Selbstuntersuchungen der eigenen Haut können Sie frühzeitig entdecken, wo neue Hautveränderungen auftreten und vorhandene Leberflecken gewachsen sind. Nutzen Sie das Tageslicht, damit Ihnen nichts entgeht. Ein Spiegel kann helfen, sonst nicht so gut zu sehende Hautstellen anzuschauen. Sie können auch ihre Partnerin oder Ihren Partner bitten sich an der Überprüfung zu beteiligen. Denken Sie bei Armen und Beinen auch daran, zwischen den Fingern und Fußzehen sowie an den Fußsohlen nachzuschauen.

Pigmentmale, auch Muttermale oder Leberflecke genannt, sind an sich harmlos, sie können von Geburt an bestehen oder sich im Lauf des Lebens entwickeln. Trotzdem kann sich aus ihnen ein bösartiger Hauttumor entwickeln. Daher sollte jeder spätestens ab dem vierzigsten Lebensjahr alle Leberflecke regelmäßig anschauen – nur so lassen sich Veränderungen rechtzeitig erkennen.

ABCD-Regel für die Selbstuntersuchung

Hautkrebs kann sehr unterschiedlich aussehen. Die typische „Blickdiagnose Hautkrebs“ gibt es deshalb nicht. Verändert sich aber ein über Jahre gleich gebliebener Leberfleck oder treten neue Leberflecke auf, sollten diese beobachtet und einem Hautarzt vorgestellt werden.

Um einen Leberfleck richtig einzuschätzen, hilft die ABCD-Regel. Wenn mindestens eines der folgenden Merkmale zutrifft, sollten Sie den Leberfleck Ihrem Arzt zeigen:

A wie Asymmetrie-  ungleichmäßige, asymmetrische Form: Ein neuer dunkler Hautfleck ist ungleichmäßig geformt- das heißt nicht gleichmäßig rund, oval oder länglich. Außerdem ist es möglich, dass sich die Form eines bereits vorhandenen Flecks verändert hat.
B wie Begrenzung - verwaschene, gezackte oder unebene und raue Ränder: Ein dunkler Hautfleck hat verwischte Konturen oder wächst ausgefranst in den gesunden Hautbereich.
C wie colour - (englisch = Farbe): unterschiedliche Färbungen, hellere und dunklere Flecken in einem Mal: Achten Sie auf einen Fleck, der nicht gleichmäßig in der Farbe, sondern vermischt ist mit Rosa, Grau oder schwarzen Punkten. Er weist auf ein malignes Melanom hin und sollte grundsätzlich ärztlich untersucht werden. Dasselbe gilt für krustige Auflagen.
D wie Durchmesser -der Durchmesser ist an der breitesten Stelle größer als fünf Millimeter:
Pigmentmale, die größer als fünf mm im Durchmesser sind oder eine Halbkugelform haben, sollten kontrolliert werden.

Zusätzlich Faktoren, die einen aufmerksam machen sollten, sind:
  • Größenzunahme und
  • Formveränderung vorhandener Leberflecken,
  • Juckreiz und
  • Blutung aus einem Mal.
Bemerkt man Auffälligkeiten, die einem verunsichern, dann sollte man diese dem Hausarzt zeigen. Hier gilt das Motto: Lieber einmal unnötig zum Hautarzt gehen, als zu spät.

Der Hautarzt hilft

Die Angst vor Hautkrebs ist belastend. Dieser Leidensdruck verschwindet aber umso früher, je schneller man zum Hautkrebscheck geht. Wenn eine Hautkrebsform entdeckt werden sollte, sind Sie beim Hautarzt in den besten Händen.

Der Hautarzt wird sich von Ihnen genau schildern lassen, was Sie beobachtet haben und welche Ängste Sie damit verbinden. Danach wird er sich das Hautmal selbst ansehen, einmal mit bloßem Auge, zusätzlich aber auch mit einer Art Lupe, dem Dermatoskop, um sich ein noch besseres Bild machen zu können.

Sieht ein Mal auffällig aus, obwohl keine Krebszellen gefunden wurden, wird der Hautarzt davon ein Foto machen und Sie für eine Kontrolluntersuchung wieder einbestellen.
Zusätzlich sollten Sie den Befund ebenfalls beobachten, damit Sie bei neuen Veränderungen gleich zum Arzt gehen können. In solchen Fällen sollten Sie nicht warten, bis der Kontrolluntersuchungstermin ansteht.

(red)


Fachliche Beratung
Prof. Hauschild
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Universitäts-Hautklinik Kiel

Weiterführende Links

Aktualisiert am: 08.04.09 - 15:24


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