Berlin. In Deutschland erkranken jährlich etwa 450.000 Menschen neu an Krebs. Gestiegene Eigenverantwortung, eine Vielzahl an Therapieoptionen und eine Informationsflut zur optimalen Versorgung von Krebserkrankungen rücken die Betroffenen zunehmend in das Zentrum der Therapieentscheidungen. Schon seit 2004 tragen die Deutsche und die Berliner Krebsgesellschaft dieser Entwicklung mit eigenen Veranstaltungen für Betroffene, Angehörige und Interessierte im Rahmen des Deutschen Krebskongresses Rechnung. So werden bereits zum vierten Mal im Anschluss an den Deutschen Krebskongress, am 28. Februar 2010, die Türen des ICC Berlin für Betroffene und Interessierte geöffnet werden.
Unter dem Motto „Strukturen verändern – Heilung verbessern“ stehen in diesem Jahr die Themen Vorbeugung (Prävention) und Früherkennung von Krebs im Mit-telpunkt der Veranstaltung.
Der Krebsaktionstag dient als eine Plattform, auf der sich interessierte Laien einen Überblick über die neuesten Entwicklungen in der Krebsmedizin verschaffen können. Experten stellen dafür ihr Wissen zur Verfügung und geben in speziellen Foren und Gesprächen laiengerechte und wissenschaftlich fundierte Antworten auf brennende Fragen. In diesem Jahr beispielsweise werden Ärzte und Wissenschaftler im Rahmen eines „Forums für alle“ über die Vor- und Nachteile der derzeitigen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen und die Möglichkeiten der Krebsvorsorge diskutieren. Daneben werden in Workshops Therapiestrategien vorgestellt, die den Heilungs- und Krank-heitsbewältigungsprozess bei Krebserkrankungen zusätzlich zu den herkömmlichen Therapieverfahren unterstützen können, wie etwa die Kunst- und Tanztherapie. Neben den Vorträgen und Expertenrunden haben Interessierte auch die Möglichkeit selbst Fragen zu stellen oder im Rahmen der verschiedenen Workshops die Mitmachangebote zu nutzen.
Berliner Kliniken, Brustzentren und Fachgesellschaften präsentieren sich im 1. Stock des ICC. Im Eingangsbereich informieren lokale Gesundheitsinitiativen, Selbsthilfe-, Kunsttherapie- und Sportgruppen, Hospizeinrichtungen und Bera-tungsstellen über ihr vielfältiges Angebot.
Rezepte vom SpitzenkochEtwa zwei Drittel aller Krebserkrankungen werden durch Nikotinsucht, falsche Ernährung und Risikofaktoren in der Umwelt hervorgerufen. Sie ließen sich also im Prinzip vermeiden. Was aber kann der Einzelne tun, um das Risiko für eine Krebserkrankung möglichst gering zu halten?
Gesunde und die Leistung fördernde Ernährung darf und muss weder langweilig noch einseitig und schon gar nicht fad sein. Michael Hoffmann, einer der 50 besten Köche Deutschlands, präsentiert während des Schau-Kochens zu-sammen mit der Ernährungsexpertin Frau Dr. Ute Gola viele Rezepte, die ge-sund und zugleich schmackhaft sind.
Laufen gegen Krebs Sport und Bewegung spielen sowohl bei der Vorbeugung von Krebs wie auch in der Nachsorge für Patienten eine wichtige Rolle. So lädt die Deutsche Krebsge-sellschaft in Kooperation mit dem SCC Running auch in diesem Jahr wieder zum Berliner Kongresslauf, um aktiv zur Vermeidung von Krebserrkankungen beizu-tragen. Gestartet wird um 14 Uhr am Stadion Eichkamp in der Harbigstraße in zwei Wertungsklassen. Die Frauen und Männer laufen um den Pokal der Deut-schen Krebsgesellschaft. Dabei wird sie die Laufstrecke fünf Kilometer durch den Grunewald führen. Die Initiatoren erwarten erneut viele Laufbegeisterte, darunter Kongressteilnehmer und -teilnehmerinnen, Prominente sowie professionelle Sportler. Die Teilnahme ist kostenlos. Anstelle des Startgeldes werden die Läufe-rinnen und Läufer um eine Spende für die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. ge-beten, die der Arbeit der größten deutschen onkologischen Fachgesellschaft zugutekommt.
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