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Gut durch den Sommer: Was hilft an heißen Sommertagen?

Wenn nach kühlen Frühlingstagen endlich der Sommer kommt, ist die Freude groß: Wärme, Sonne, blauer Himmel. Doch sobald die Temperaturen stark ansteigen, kann nicht mehr jeder den Sommer genießen. Hitzewellen mit Temperaturen über 30 Grad bedeuten eine enorme Belastung für den Organismus. Das gilt im Besonderen für Tumorpatienten. Neben den Symptomen der Tumorerkrankung und den möglichen Nebenwirkungen der Krebstherapie stellt das heiße Sommerwetter häufig eine zusätzliche Beeinträchtigung für das Wohlbefinden dar. Mit Beachtung einiger Grundregeln und unterstützenden Maßnahmen (Supportivtherapie) können aber ernste Folgen vermieden und das Wohlergehen der Tumorpatienten im Sommer gefördert werden.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist entscheidend

Die wichtigste vorbeugende Maßnahme bei Sommerhitze ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Durch starkes Schwitzen und eine zu geringe Trinkmenge entsteht schnell ein Flüssigkeitsmangel. Bestimmte Medikamente, die in den Wasserhaushalt des Körpers eingreifen, verstärkten diesen Mangel. Nebenwirkungen der Tumortherapie, wie Übelkeit, Erbrechen oder auch Durchfälle können das Flüssigkeitsdefizit rasch vergrößern. Ein weiteres Problem besteht, wenn Tumorpatienten nicht ausreichend trinken können, beispielsweise wegen Schluckbeschwerden, Schmerzen beim Trinken, Erbrechen oder fehlendem Durstgefühl. Die Folge des Flüssigkeitsmangels ist „Austrocknung“ (Dehydratation) mit vielseitigen Symptomen: von Müdigkeit, Schlappheit, Kopfschmerzen, niedrigem Blutdruck, Schwindel, Verstopfung (Obstipation) bis hin zu Schmerzen beim Wasserlassen oder sogar ernsten Nierenproblemen.
Deshalb ist es wichtig vorzubeugen und schon vor dem Auftreten erster Warnsignale auf ausreichende Flüssigkeitsversorgung zu achten. Bei bestimmten Anzeichen aber muss Kontakt zum behandelnden Arzt aufgenommen werden. Solche ernsten Warnsignale können sich als Schwindel, Kreislaufprobleme oder sogar vorübergehende Verwirrtheit äußern. Dann kann es zum Ausgleich des körpereigenen Wasserhaushalts notwendig werden, über eine vorübergehende Infusionsbehandlung Flüssigkeit zuzuführen.

Pralle Sonne besonders in der Mittagszeit meiden

Eine weitere Ursache für Unwohlsein an heißen Sommertagen ist die Sonne selbst. Der Aufenthalt in der prallen Sonne und/oder körperliche Anstrengung in der besonders heißen Mittagszeit sollten vermieden werden. Neben Sonnenbrand und Dehydratation (siehe oben) kann die direkte Sonneneinstrahlung zum Hitzestau oder sogar zum Sonnenstich führen. Erhöhte Körpertemperatur, Kopfschmerzen, Erbrechen sind Anzeichen, bei denen ein Arzt kontaktiert werden muss. Konsequentes Tragen einer Kopfbedeckung, Aufenthalt im Schatten und das Ausnützen der kühleren Morgen- und Abendstunden für Aktivitäten können vorbeugen.
Zusätzlich muss man berücksichtigen, dass die Haut von Tumorpatienten durch manche Medikamente, Chemotherapie oder Bestrahlung besonders empfindlich für einen Sonnenbrand sein kann. Dann führt die direkte Sonnenstrahlung zu akuten Hautrötungen, -entzündungen, aber auch zu dauerhaften Verfärbungen. Daher sollte ein Sonnenbrand durch guten Sonnenschutz mit entsprechender Kleidung und Sonnenschutzmittel auf jeden Fall vermieden werden.

Mehrere kleine Mahlzeiten fördern den Appetit

Auch mit der Ernährung kann man das Wohlbefinden an heißen Sommertagen unterstützen. Generell gilt: leicht verdauliche Kost und das Verteilen des Essens auf mehrere kleine Mahlzeiten fördern die Bekömmlichkeit. Aber auch wenn bei Hitze der Appetit fehlt, müssen Krebspatienten auf eine ausreichende Kalorienzufuhr achten. Hier können z.B. hochkalorische Getränke eine Hilfe sein.

Sonne macht auch gute Laune

Bei allen Beschwerden durch extreme Sommertemperaturen dürfen aber die positiven Seiten des Sommers nicht vergessen werden.
Sonne bedeutet Wohlbefinden und eine bessere Stimmungslage als an trüben Tagen. Wer die oben genannten vorbeugenden Regeln beachtet, notwendige unterstützende Maßnahmen rechtzeitig einsetzt und sich der direkten Sonne nur in Maßen aussetzt, kann die schönen Tage auch genießen. Denn eines ist sicher: der nächste Winter kommt bestimmt und dann denkt man gerne an die warme, sonnige Sommerzeit zurück.

Weiterführende Links: (rmw)


Aktualisiert am: 29.09.10 - 16:24



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