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Schilddrüsenkrebs - Vorbeugung
Die Ursachen für die Entstehung von Schilddrüsenkrebs sind bisher nicht eindeutig geklärt. Man kennt jedoch bestimmte Faktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen. Dazu gehören Röntgenbestrahlungen im Kopf- und Halsbereich während des Kindes- und Jugendalters sowie radioaktive Strahlen. Gefährdet sind außerdem Mitglieder von Familien, in denen bereits Schilddrüsenkrebs aufgetreten ist. Insbesondere im Falle des selten auftretenden medullären Schilddrüsenkarzinoms spielen erbliche Faktoren eine Rolle. Darüber hinaus können Vorerkrankungen der Schilddrüse, so z.B. eine chronische Schilddrüsenentzündung, das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen.
Die vorbeugenden Maßnahmen bestehen in erster Linie darin, jede unnötige Strahlenbelastung zu vermeiden. Um den Risikofaktor Schilddrüsenkropf durch Jodmangel zu vermeiden, muss auf den richtigen Jodgehalt in der Nahrung geachtet werden.
Jod und Ernährung
Jod ist ein wichtiges Spurenelement, das wir mit der Nahrung aufnehmen. Der tägliche Bedarf liegt für Jugendliche und Erwachsene bei 180 bis 200 Millionstel Gramm (Mikrogramm). In den meisten Gegenden Deutschlands reichen die natürlichen Jodvorkommen in der Nahrung jedoch nicht aus, um diesen Bedarf zu decken.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher, zweimal wöchentlich Seefisch zu verzehren, jodiertes Speisesalz zu verwenden sowie Produkte zu kaufen, bei deren Herstellung Jodsalz verwendet wurde.
(red)
Quellen:
H. Dralle: Maligne Schilddrüsentumoren, in: Kurzgefasste interdisziplinäre Leitlinien, Deutsche Krebsgesellschaft (Hrsg.), W. Zuckschwerdt Verlag 2008, Beilage-CD
H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006
Fachliche Beratung
Prof. Georg Brabant
Department of Endocrinology
Christie´s Hospital
Manchester
Aktualisiert am: 11.05.11 - 14:18