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Prostatakrebs - Vorbeugung

Einige Faktoren, die das Risiko einer Prostatakrebserkrankung erhöhen, können von Ihnen selbst beeinflusst werden.

Liegt es in den Genen?
Falls Sie den Eindruck haben, dass in Ihrer Familie Prostatakrebs gehäuft auftritt, können Sie sich an eine humangenetische Beratungsstelle wenden. Im Rahmen einer solchen Beratung wird ermittelt, ob in Ihrer Familie eine erbliche Form des Prostatakarzinoms vorliegt und wie hoch für Sie die Wahrscheinlichkeit ist, ebenfalls an Prostatakrebs zu erkranken. Beachten Sie: Vererbbarer Prostatakrebs kann sowohl durch den Vater als auch durch die Mutter vererbt werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie von den Familien beider Elternteile herausfinden, ob deren Brüder oder Väter Prostatakrebs hatten.

Wichtig: Männer aus Familien mit vererbbarem Prostatakarzinom sollten ab dem 40. Lebensjahr zur Früherkennungsuntersuchung gehen.

Leben Sie gesund
Auch zur Gesunderhaltung der Prostata das wichtigste Motto. Die vier Eckpfeiler sind dabei:
  • Ein gesundes Gewicht anstreben und halten.
  • Regelmäßig körperlich aktiv sein. Empfohlen werden 45 Minuten mäßige (z. B. Golfen, Gartenarbeit) bis starke körperliche Betätigung an mindestens fünf Tagen pro Woche.
  • Gesund, vor allem mit reichlich pflanzlichen Produkten, ernähren. Rotes Fleisch und Fleischprodukte sollten nur begrenzt gegessen werden.
  • Moderat Alkohol konsumieren (täglich nicht mehr als 24 g) und gegebenenfalls reduzieren.
Tomaten und Soja
Aus wissenschaftlichen Daten geht hervor, dass Lycopen und Phytoöstrogene eine vorbeugende Wirkung beim Prostatakrebs entfalten. Lycopen gehört zu den so genannten sekundären Pflanzenstoffen und ist unter anderem jener Stoff, der Tomaten rot färbt. Entsprechend sollten Sie sich diese möglichst häufig servieren. Der Prostataschutz steckt übrigens nicht nur in frischen Tomaten, sondern auch in Tomatensaft, -mark und -ketchup.

Phytoöstrogene sind pflanzliche Hormone, die in ihren Wirkungen jenen des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen gleichen. Sie sind besonders reichlich in Sojabohnen enthalten. Deshalb sollten auch diese und Produkte daraus, wie beispielsweise Tofu, im Dienste der Gesunderhaltung der Prostata regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.

Auf Warnsignale achten
Achten Sie deshalb auf die Alarmsignale Ihres Körpers und suchen Sie rechtzeitig Ihren Hausarzt oder Urologen auf. Nur er kann entscheiden, ob die Beschwerden von gutartigen oder bösartigen Veränderungen der Prostata kommen oder aber ganz andere Ursachen haben.

 
(red)



Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Urologie (Hrsg.): Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms, http://www.urologenportal.de/index.php?id=113&frame=awmf, Stand August 2009
H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006

Fachliche Beratung
Prof. Dr. Kurt Miller
Klinik für Urologie,
Charité - Universitätsmedizin Berlin


Aktualisiert am: 04.05.11 - 12:32



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