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Prostatakrebs - Früherkennung, Vorsorge
Wer gehört zu einer Risikogruppe?
Als Risikofaktoren für das Prostatakarzinom spielen möglicherweise das Sexualverhalten, hormonelle Einflüsse, eine familiäre Vorbelastung sowie hoher Fettverzehr eine Rolle. Studien zeigen, dass bestimmte Berufsgruppen häufiger betroffen sind, beispielsweise Landwirte und Schweißer, letztere womöglich deshalb, weil sie bei ihrer Arbeit häufig metallischem Kadmium ausgesetzt sind. Ebenso scheint das Arbeiten in der Kautschuk-Industrie das Erkrankungsrisiko zu steigern.
Falls Sie den Eindruck haben, dass in Ihrer Familie Prostatakrebs gehäuft auftritt, können Sie sich an eine humangenetische Beratungsstelle wenden. Im Rahmen einer solchen Beratung wird ermittelt, ob in Ihrer Familie eine erbliche Form des Prostatakarzinoms vorliegt und wie hoch für Sie die Wahrscheinlichkeit ist, ebenfalls an Prostatakrebs zu erkranken. Beachten Sie: Vererbbarer Prostatakrebs kann sowohl durch den Vater als auch durch die Mutter vererbt werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie von den Familien beider Elternteile herausfinden, ob deren Brüder oder Väter Prostatakrebs hatten.
Männer aus Familien mit vererbbarem Prostatakarzinom sollten ab dem 40. Lebensjahr zur jährlichen Früherkennungsuntersuchung gehen
Warnzeichen
Aufmerksamkeit ist auf jeden Fall immer geboten, wenn Sie folgende Symptome beobachten:
- Vermehrter Harndrang, insbesondere nachts
- Schwierigkeiten zu Beginn des Urinierens
- Unfähigkeit zu Urinieren (Harnverhaltung)
- Schwacher oder unterbrochener Harnfluss
- Schmerzhafte Ejakulation
- Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit
- Schmerzen in der Prostata
- Starke Schmerzen im unteren Rückenbereich (Kreuzgegend), in Becken, Hüften oder Oberschenkeln (Ischiasschmerzen)
- Weniger starke Erektion oder Impotenz
- Verminderter Samenerguss
Wenn Sie solche Beschwerden bemerken, heißt das noch nicht, dass Sie an einer Tumorerkrankung leiden. Probleme beim Wasserlassen können auch durch eine gutartige Prostatavergrößerung verursacht werden: Bei neun von zehn Männern, die an derartigen Symptomen leiden, besteht eine solche gutartige Prostatavergrößerung. Bei ungefähr jedem zehnten Mann liegt jedoch Prostatakrebs vor! Das gleiche gilt für die anderen Symptome. Sie alle können „harmlose“ Ursachen haben. Sie können aber auch Hinweis auf einen Tumor sein, der bereits in das umgebende Gewebe eingewachsen ist oder gar Metastasen in den Knochen gebildet hat. Achten Sie deshalb auf die Alarmsignale Ihres Körpers und suchen Sie rechtzeitig Ihren Hausarzt oder Urologen auf! Nur er kann entscheiden, ob die Beschwerden von gutartigen oder bösartigen Veränderungen der Prostata herrühren oder aber ganz andere Ursachen haben. Wichtig ist jedoch, dass Sie gar nicht erst abwarten, bis Beschwerden auftreten! Das Beste, was Sie Ihrer Gesundheit zuliebe tun können, ist – neben einer allgemein gesunden Lebensführung – die regelmäßige Teilnahme an der Untersuchung zur Früherkennung des Prostatakarzinoms. Eine Basisuntersuchung im Alter von 40 Jahren ist sinnvoll. Die weitere Untesuchungsfrequenz hängt dann von der Ergebnissen dieser Ausgangsuntersuchung ab. Die Früherkennung ist wichtig, weil Prostatakrebs im Anfangsstadium fast niemals Beschwerden verursacht. Gerade in diesem Stadium bestehen aber die besten Heilungsaussichten: Neun von zehn Männern überleben Prostatakrebs, wenn er rechtzeitig entdeckt wird!
Aktualisiert am: 13.08.10 - 13:40
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