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Non-Hodgkin-Lymphome - Interferonbehandlung (Immuntherapie)
Zur Behandlung einiger Arten der niedrigmalignen Non-Hodgkin-Lymphome (Hautlymphome, Follikuläres Lymphom, Multiples Myelom) werden oft ergänzend zur Chemotherapie Interferone (Immuntherapie) eingesetzt. Es handelt sich dabei um Substanzen des körpereigenen Immunsystems, mit deren Hilfe sich die Abwehrzellen untereinander verständigen (so genannte Botenstoffe). Ihre Wirkung besteht in einer Erhöhung der Abwehrbereitschaft und der gezielten Aktivierung von Immunzellen. Durch die Gabe von Interferon-alpha bei niedrigmalignen Non-Hodgkin-Lymphomen können das Wachstum der bösartigen Zellen gehemmt und das Fortschreiten der Erkrankung verzögert werden.
Nebenwirkungen der Interferonbehandlung
Interferone können Nebenwirkungen verursachen. Am häufigsten treten Beschwerden auf, die denen einer Grippe ähneln: Fieber, Schüttelfrost, Nachtschweiß und Gliederschmerzen. Auch Appetitlosigkeit, Knochenschmerzen und depressive Verstimmungen können Folge einer Interferonbehandlung sein. Die Nebenwirkungen der Interferone lassen oft bereits nach einigen Tagen der Behandlung in ihrer Intensität nach und verschwinden vollständig nach dem Absetzen der Medikamente.
(red)
Quellen:
Michl Marlies: Basics Hämatologie, Urban und Fischer Verlag 2010
Aktualisiert am: 04.05.11 - 10:13