Angaben zu Autoren und Sponsoren finden Sie am Ende des Beitrags.

Non-Hodgkin-Lymphome – Antikörpertherapie

Einige Lymphomformen können mit so genannten monoklonalen Antikörpern behandelt werden. Hierbei handelt es sich um künstlich hergestellte Antikörper, die bestimmte Merkmale auf der Oberfläche von Lymphomzellen erkennen und sich daran binden. Dadurch machen die Antikörper die Krebszellen für das körpereigene Immunsystem sichtbar. Zur Zeit sind zwei solcher Antikörper zur Behandlung einiger Arten von Non-Hodgkin-Lymphomen zugelassen.

Rituximab

Der monoklonale Antikörper Rituximab ist zur Behandlung von Patienten mit follikulärem Lymphom zugelassen, wenn eine Chemotherapie zuvor keinen ausreichenden Erfolg gebracht hat. Zudem wird Rituximab in Kombination mit Chemotherapie bei fortgeschrittenen Krankheitsstadien eingesetzt. Klinische Studien prüfen derzeit die Wirkung von Rituximab auch bei anderen niedrigmalignen sowie bei hochmalignen Lymphomen.

Alemtuzumab

Alemtuzumab, ebenfalls ein monoklonaler Antikörper, ist zur Behandlung von chronisch lymphatischer Leukämie vom B-Zell-Typ (B-CLL) zugelassen. Aufgrund neuer Untersuchungsergebnisse darf Alemtuzumab jetzt auch bei Patienten mit B-CLL eingesetzt werden, bei denen eine Chemotherapie von vornherein nicht in Frage kommt. Durch die Behandlung mit dem Antikörper kann die Zeit bis zum Fortschreiten der Krankheit gegenüber Chemotherapie verlängert werden. Dadurch vergrößern sich auch die behandlungsfreien Intervalle, was für die Betroffenen einen spürbaren Gewinn an Lebensqualität bedeutet.

(red)



Quellen:
Michl Marlies: Basics Hämatologie, Urban und Fischer Verlag 2010


Aktualisiert am: 04.05.11 - 10:12



Onkologie App
Zweiter Atem
Darmkrebszentrale 2011
Suche
Suchbegriff


Wo wollen Sie suchen?


Suchen ->
Monatsthema
Thema im Februar: Krebs durch Lifestyle? U.a. mit einem Interview zu möglichen Gefahren fehlerhafter Brustimplantate.