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Leukämie - Früherkennung
Warnzeichen
Es gibt verschiedene Typen von Leukämie, deren Krankheitsbilder sich jedoch ähneln. Häufig fühlen sich die Betroffenen müde und abgeschlagen, was ihre Leistungsfähigkeit deutlich mindert. Hinzu kommen können anhaltendes Fieber, nächtliche Schweißausbrüche und ungewollter Gewichtsverlust. Auch Symptome von Blutarmut wie Blässe, Schwindelgefühl, Herzrasen und Atemnot können auf eine Leukämieerkrankung hinweisen.
Neben diesen Befindlichkeitsstörungen entstehen oft fühlbare Schwellungen der Lymphknoten, die aber im Allgemeinen nicht schmerzhaft sind. Hautveränderungen bis hin zum Ausschlag können ebenso auftreten wie Zahnfleischwucherungen und eine Neigung zu Blutungen beispielsweise am Zahnfleisch, in der Nase oder in Form von Blutergüssen oder blauen Flecken. Die Anfälligkeit für Infektionen steigt, und häufig vergrößern sich Leber und Milz.
Wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten, heißt das noch nicht, dass Sie an einer Leukämie leiden! Alle Symptome treten auch bei harmlosen Erkrankungen auf, die nichts mit Leukämie zu tun haben. Dennoch sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Ursache Ihrer Beschwerden zu klären. Bedenken Sie: Je früher eine Leukämie diagnostiziert wird, umso wirkungsvoller kann man sie behandeln.
Was können Sie selbst tun?
Eine Früherkennungs-Untersuchung für Leukämie gibt es nicht. In vielen Fällen wird die Krankheit zufällig entdeckt, wenn Patienten wegen unspezifischer Symptome oder aus anderen Gründen den Arzt aufsuchen. Wichtig ist, die Risikofaktoren zu meiden. Personen, die eine höhere Anfälligkeit haben, sollten sich regelmäßig untersuchen lassen. Wie bei allen anderen Krebsarten gilt auch für Leukämie: Je früher sie diagnostiziert wird, desto wirkungsvoller kann man sie behandeln.
In der Mehrzahl der Fälle kann für die Entstehung einer Leukämie keine Ursache festgestellt werden. Um aber das Risiko für eine Erkrankung zu reduzieren, achten Sie auf folgende Maßnahmen:
- Überflüssige Röntgenuntersuchungen sollten vermieden werden. Sie selbst können dazu beitragen, Ihre Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten: Führen Sie einen Röntgenpass, in den jede Röntgenuntersuchung eingetragen wird! Ein solcher Pass hilft Ihnen und Ihrem Arzt, den Überblick über die bereits erfolgten Untersuchungen zu bewahren und auf diese Weise Doppeluntersuchungen zu vermeiden.
- Rauchen Sie nicht!
- Vermeiden Sie chemische Risikofaktoren, allen voran Benzol und benzolhaltige Substanzen
Was tut Ihr Arzt?
Wenn Sie mit dem Verdacht auf Leukämie zum Arzt gehen, stehen diesem verschiedene Methoden der Diagnose zur Verfügung. Zunächst verschafft er sich durch eine gründliche körperliche Untersuchung einen allgemeinen Eindruck. Eine Blutanalyse kann Aufschluss darüber geben, ob die Zahl der weißen Blutkörperchen erhöht ist.
Zur Festigung der Diagnose nimmt der Arzt häufig eine Knochenmarkpunktion am hinteren Beckenkamm vor, um das auf diese Weise entnommene Gewebe im Labor untersuchen zu lassen. Eine Knochenmarkpunktion erfordert in der Regel nur eine örtliche Betäubung. Auch eine Biopsie ist möglich, bei der dem Patienten mit einer dünnen Röhre Gewebeproben aus verdächtigen Lymphknoten entnommen werden. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung oder von bildgebenden Verfahren wie dem Röntgen oder der Computertomographie lassen sich befallene Lymphknoten erkennen.
Quellen:
Michl Marlies: Basics Hämatologie, Urban und Fischer Verlag 2010
Aktualisiert am: 09.04.11 - 19:20