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Leberzellkrebs - Erkrankungsverlauf
In vielen Fällen ist der Leberzellkrebs auch in fortgeschrittenen Stadien auf die Leber beschränkt; dabei kann es aber zu einem zunehmenden Verlust von funktionsfähigem Lebergewebe kommen. Die Geschwulst kann mit zunehmendem Wachstum – und je nach Lage innerhalb des Organs – die Bindegewebskapsel der Leber durchbrechen und nahegelegenes Gewebe (zum Beispiel das Bauchfell) oder Lymphknoten befallen. Über Lymphgefäße und Blutbahnen können einzelne Krebszellen auch in entfernte Organe gelangen. Dort können sie sich ansiedeln und erneut vermehren; es entstehen Tochtergeschwülste (Metastasen). Metastasen treten beim Leberzellkrebs zum Beispiel in Lunge, Nebennieren, Knochen und Gehirn auf.
Krankheitsrückfall (Rezidiv)
Bei Leberzellkarzinomen kommt es nicht selten nach zunächst erfolgreicher Behandlung zu einem Rückfall des Tumors. Das bedeutet, dass der Tumor in der Leber, aber auch in anderen Körperregionen erneut auftreten kann. Deshalb sollen HCC Patienten selbst nach einer kurativen Behandlung des Leberzellkrebs regelmäßig überwacht werden.
(red)
Quellen:
G. Folprecht, S. Frick: Leberkarzinom, in: W. Dornoff, F.-G. Hagemann, J. Preiß, A. Schmieder (Hrsg.): Taschenbuch Onkologie 2010: Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie 2010/2011, Zuckschwerdt Verlag 2010, S. 145-147
H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006
Fachliche Beratung
Prof. Dr. med. Hans Scherübl
Klinik für Innere Medizin - Gastroenterologie, Gastrointestinale Onkologie und Infektiologie
Vivantes Klinikum Am Urban
Berlin
Aktualisiert am: 06.04.11 - 13:40